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Europäisches Sozialforum in Athen 2006
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Chronologie der rassistischen Vorfälle an den Grenzen Griechenlands
Grenzbericht - Griechenland. Oktober 2006
Diese Chronologie ist der Versuch, in zusammengefasster Form sichtbar
zu machen, was täglich in kleinen Artikeln in den griechischen Zeitungen
steht. Es kommen ständig Flüchtlinge an, sie werden meistens, wenn
sie lebendig ankommen, festgenommen und der größte Teil wird sofort
zurückgeschickt ohne jemals die Möglichkeit gehabt zu haben, sein
Asylbegehren auszusprechen. Darunter minderjährige Kinder, alleinstehende
Frauen…
Am 3. Oktober 2001 fand eine Grossrazia gegen illegale Migration
an der Grenze Griechenland –Türkei statt. Bei einer der größten
Razzien der Küstenwache hat die griechische Küstenwache etwa 300
illegale Migranten festgenommen bei ihrem Versuch die Türkei Richtung
Griechenland zu verlassen. Eine Gruppe der festgenommenen illegalen
Migranten kamen mit ihren Kindern, die meisten von ihnen absolut
erschöpft. Jetzt werden sie gezwungen, sich bei der griechischen
Küstenwache im Hafen von Piräus zu registrieren. Am 3. Oktober 2006
haben Beamte der Küstenwache 150 Migranten festgenommen, die an
Bord eines unter US-Flagge fahrenden Schiffes Richtung Pelopones
fuhren. Die Männer kamen aus dem Irak, Iran und Afghanistan. Davor
hat die Küstenwache 117 illegale Migranten auf zwei ägäischen Inseln
festgenommen. In der Nacht vom 1. Oktober 2006 66 Männer, die meisten
Pakistanis und Kurden aus dem Iraq wurden an einer Felsenküste von
Evia (Euböa) festgenommen. Die Küstenwache hat 89 illegale Migranten
festgenommen, die sich auch in einem unter US-Flagge reisendem Schiff
befanden. So entsteht die Zahl von 400 Festnahmen seit Anfang Oktober
von Menschen die versuchten, illegal in Griechenland einzureisen.
Die Iraker, Afghanen, Iraner waren auf dem Schiff „Blue Bird Hornet“
während es zu der Stadt Methana segelte. Die Küstenwache hat der
Mannschaft, bestehend aus Rumänen und dem griechischen Busfahrer,
vorgeworfen, die Migranten weiter bringen zu wollen. In einem ähnlichen
Vorfall wurde in internationalen Gewässern bei Kreta am 3. Oktober
ein unter türkischer Flagge fahrendes Schiff mit vermutlich 450
illegalen Migranten an Bord auf dem Weg nach Italien gesichtet.
Die griechische Regierung fordert die Türkei auf, gegen illegale
Migration zu handeln, und kündigten an, dass die griechische Marine
gegen türkische Schiffe, die griechische Gewässer anfahren, härter
angehen wird.
Athens News 29 September 2006
4. Oktober 2006 - 48.000 illegale Einwanderer seit Anfang 2006
festgenommen.
48.000 Ausländer, die keine Aufenthaltspapiere für Griechenland
hatten, wurden in diesem Jahr von der Polizei festgenommen. 10.138
von ihnen wurden in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt. Im vorigen
Jahr lag die Zahl der verhafteten Personen bei 66.351. Von diesen
wurden 21.238 zurückgeschickt. Wie die Tageszeitung „Kathimerini“
berichtete, sei in diesem Jahr auf dem Festland mit etwa 60.000
Verhaftungen zu rechnen. Außerdem hat die Küstenwache in diesem
Jahr 152 Schiffe mit illegalen Einwanderern aus den griechischen
Küstengewässern zurückgewiesen.
Griechenland Zeitung-JH- 4 Oktober 2006
5. Oktober 2006 Migration-Ein Hilfeschrei
Griechenland sagte ihren europäische Partnern, dass sie Hilfe braucht,
um die Ägäis zu kontrollieren gegen die steigende Zahl der Migranten
aus Asien. Gleichzeitig hat die Athens News entdeckt, dass Griechenland
versucht, eine Gebühr von 900.- Euro für jede Aufenthaltserlaubnis
zu fordern.
Athens News- 5 Oktober 2006-
10. Oktober 2006 Insel Kithira - Schiff mit Flüchtlinge bei Kithira
gesunken
Ein Schiff, was illegale Flüchtlinge transportierte, ist wegen
schlechtem Wetter am Donnerstag im südlichen Griechenland gesunken.
Etwa 40 Menschen würden vermisst, sagte das Verteidigungsministerium.
„Das Schiff ist gesunken südlich der Insel Kithira und manche Menschen
wurden lebendig an den Küsten der Insel Antikithira gefunden, aber
Rettungsbote suchten nach den noch vermissten 40 illegalen Flüchtlingen,
sagte ein Zuständiger des Verteidigungsministeriums an Reuters.
Der Zuständige sagte, dass diese Zahl aus Aussagen der geretteten
Flüchtlinge kam. Ihre Nationalität war noch nicht bekannt. Das griechische
Marineministerium hat bestätigt, dass eine Rettungsaktion für die
Flüchtlinge stattfinden würde, aber auch, dass die Wetterbedingungen,
starke Winde und Regen hinderliche Gründe sind. „Manche Flüchtlinge
wurden auf der Insel Antikithira gefunden und sagten aus, dass noch
andere im Meer wären“ sagte ein Zuständiger des Ministeriums. “Sie
waren in einem Holzboot, was gesunken ist östlich der Insel“. Die
zwei Inseln sind in kleiner Entfernung von einer der südlichen Halbinseln
des Pelopones. Tausende illegale Flüchtlinge, meistens aus Asien,
versuchen jährlich Griechenland mit Schiffen, die sie von der westlichen
Küste der Türkei mitnehmen, zu erreichen, sagte ein Mitglied der
Europäischen Union,
Agentur Reuters.
7. Oktober 2006
Das Solidaritätskommitée für die Flüchtlinge in Chios hat sich
an den Aktionstag am 7.Oktober mit einer eigene Aktion beteiligt.
Wir haben uns konzentriert auf die sogenannte "Sichere Rückkehr",
die die Wasserschutz- und Grenzschutzpolizei in verschiedenen Mittelmeerländern
durchführt, um Flüchtlinge die ihr Leben riskiert haben um in die
Sicheren Länder anzukommen, zurückzuschieben. Als Grund wird die
Grenzsicherung Europas genannt. Das Leben der Flüchtlinge wird durch
diese "Sichere Rückkehr" gefährdet. Wir haben bei unsere Aktion
uns alle in schwarz gekleidet und unsere Hände gebunden und haben
Flugblätter verteilt, die die Situation der Flüchtlinge darstellen.
10. Oktober 2006 -Vermisst bei Kithira.
Die Suchmaßnahmen des Zentrums für Untersuchungen und Rettungs-Maßnahmen
YEN im Meer bei Antikithira dauern noch an, um eine noch unbekannte
Anzahl von Flüchlingen zu retten. Nach Informationen der lokalen
Behörden landete ein Teil der Flüchtlinge am Dienstag morgen an
der Küste der Insel. Sie waren unterwegs auf einem Holzschiff, was
gesunken war östlich von Antikithira. Die Wetterbedingungen vor
Ort sind sehr schwer bei Windstärke 7.
Zeitung ETHNOS
9. Oktober 2006-Wellen von Flüchtlingen ereichten Griechenland
am Wochenende.
Das Problem der illegalen Migration im Agais wird immer stärker.
Auch dieses Wochenende haben die Boote der griechischern Wasserschutzpolizei
auf drei Inseln 81 Flüchtlinge entdeckt und festgenommen, darunter
mehrere Kinder, ein Mann wurde tot aufgefunden nur ein paar Meter
von der Küste entfernt. Trotz der ständigen Versicherungen, dass
die Ägäisgewässer ständig „bewacht“ werden von der Flotte des Küstenschutz,
aus der sogar ein Schiff an einer europäische Übung gegen die Illegale
Einwanderung teilnimmt. Samstagnacht haben Wasserschutzbeamte auf
der kleinen Insel NERONISSI bei Patmos 30 Männer entdeckt, die nach
einer Kontrolle festgenommen und dem ELAS weitergegeben wurden.
Später bei einer genaueren Durchsuchung der Gewässer wurde ein Toter
entdeckt, der nach Aussagen der anderen Menschen zusammen mit ihnen
auf dem Holzboot war, was sie bis dahin gebracht hatte und dann
Richtung Türkei verschwand. Ein paar Stunden später in der Nähe
von Evia (Euböa) wurde der ukrainische Katamaran “Flurry“ entdeckt,
der ohne Lichter fuhr und 38 Flüchtlinge an Bord hatte aus verschiedenen
Ländern, darunter auch ein minderjähriges Mädchen, das dann als
Vorsichtsmaßnahme ins Krankenhaus gebracht wurde. In die Nähe der
Insel Chios haben 11 Flüchtlinge, die auf einem kleinen Boot versuchten,
zu der Insel zu gelangen, aber vom griechischen Küstenschutz daran
gehindert werden sollten, ihr Schiff umgekippt, so dass die Beamten
sie retten mussten. Nach Aussagen der Beamten ist diese Methode
eine oft verwendete Methode der Flüchtlinge, trotz der Tatsache,
dass oft welche gar nicht schwimmen können. Wir müssen auch noch
erwähnen, dass obwohl das Protokoll der griechisch-türkischen Abmachung
gegen die illegale Migration und der Rückkehr der Flüchtlinge gilt,
die Türkei sich nicht daran hält, so dass sich das Problem ständig
zuspitzt. Thanos Labropoulos
Eleftherotypia Montag 9 Oktober 2006
11. Oktober 2006-Bei Antikithira. Weniger Anwohner als Illegale
Migranten!
Auf der Insel mit den 35 Bewohnern sind gestern Morgen von den
zwei Polizisten 57 Migranten aus dem Irak entdeckt worden. Manche
der Migranten erzählten den Polizisten, dass sie mit einem Holzschiff
aus Libanon Richtung Italien gesegelt sind, aber ihr Schiff sank
nahe der Insel und sie sind geschwommen bis zur Küste. Andere sind
mit einem Schiff bis zur Insel gebracht worden. Weil keiner die
genaue Zahl der Migranten kannte und vermutet wurde, dass noch Menschen
in Not im Wasser sind, wurde eine Rettungsmaßname angefangen mit
Beteiligung der Marine und zwei Hubschraubern. Am Nachmittag würden
bei Elafonissos nah Kreta noch drei Migranten entdeckt. Erst wurden
sie in eine Schule gebracht und dann in das Kloster von Agios Miron.
Abends wurden 20 von ihnen nach Neapolis gebracht, wohin die restlichen
37 auch am Morgen gebracht werden sollen.
Ta Nea- 11 Oktober 2006
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