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taz , 04.03.2003
Prozess gegen
"17. November" beginnt
In Griechenland
stehen 19 mutmaßliche Mitglieder der Untergrundgruppe vor Gericht
ATHEN dpa
In der griechischen
Hafenstadt Piräus hat gestern der Prozess gegen 19 mutmaßliche Mitglieder
der linken Untergrundorganisation "17. November" (17N) begonnen.
Die griechische Justiz wirft 18 Männern und einer Frau vor, seit
1975 insgesamt 23 Menschen ermordet und dutzende Raub- und Panzerfaustanschläge
verübt zu haben. Zu ihren bekanntesten Opfern sollen 1975 der Chef
des Athener CIA-Büros, Richard Welch, und 2001 der britische Militärattaché
Stephen Saunders gehören.
Gestern wurde der
erste Teil der 300-seitigen Anklageschrift verlesen. Die Angeklagten
sitzen hinter kugelsicherem Glas. Die Zerschlagung der 17N hatte
im vorigen Juni durch einen Zufall begonnen. Beim Versuch, einen
Sprengsatz in Piräus zu legen, explodierte die Bombe frühzeitig
und verletzte den 40-jährigen Bombenleger, der laut Polizei einer
der "Killer" der Untergrundorganisation sein soll. Danach hob die
Polizei zwei Waffenlager aus und nahm 18 weitere mutmaßliche Mitglieder
des 17N fest. Darunter war auch der 59-jährige Grieche Alexandros
Giotopoulos , der als Chefideologe und
Drahtzieher aller Anschläge gilt. Giotopoulos
selbst weist jede Verbindung zu 17N zurück: "Dass ich der Führer
des 17. November sein soll, ist eine Erfindung der britischen und
amerikanischen Geheimdienste."
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