Ioannis Metaxas
(*
12. April 1871 in Ithaka; gest. 29. Januar 1941 in Athen) General
und Politiker in Griechenland.
Metaxas
durchlief eine Militärausbildung in Berlin und wurde 1913-1916 Generalstabschef
und einflussreicher Berater des Königs Konstantins I. Er war ein
Gegner der von Venizelos betriebenen Kriegs- und Expansionspolitik,
die dieser auf Seiten der Entente durchführen wollte. Metaxas und
Konstantin I. waren mehr für eine deutschfreundliche Neutralität
und wollten Griechenland lieber auf die Seite der Mittelmächte setzen.
Venizelos' Kriegspolitik gewann aber in der öffentlichen Meinung
die Oberhand und die Parlamentswahlen 1915 gewann der kriegswillige
Ministerpräsident wieder souverän.
1935 steuerten
die Generäle Georgios Kondylis und Ioannis Metaxas immer offener
auf eine Diktatur zu und legalisierten ihr Bestreben, indem sie
im Oktober 1935 die Monarchie proklamierten. Der 71-jährige Venizelos
ging ins Exil. König Georg II. kam nach 12 Jahren wieder nach Griechenland
zurück.
Im April 1936 wurde
Metaxas vom König zum Regierungschef und Außenminister von Griechenland
ernannt und konnte damit seine Machtposition weiter ausweiten. Nach
der blutigen Niederschlagung eines Streiks (von Giannis Ritsos in
dem Klagelied Epitaphios besungen) wurde von ihm das Kriegsrecht
ausgerufen. Damit begann sein autoritäres Regime, das bis 1941 andauerte.
Sein Aufschwung zum autoritären Führer wurde ihm nur ermöglicht,
da er auf kaum einen Widerstand stieß. Nur Georgios Papandreou,
der seine Opposition mit der Verbannung nach Chios bezahlte, und
die kommunistische Partei, die sofort verboten wurde, stellten sich
offen gegen Metaxas.
Mitte 1940 häuften
sich italienische Provokationen und niemand zweifelte mehr daran,
dass Mussolini einen Siegeszug nach Griechenland in Marsch setzen
will. Der bis dahin innenpolitisch unpopuläre Metaxas gewann jetzt
an Bedeutung durch seine im Militärregime reorganisierte und disziplinierte
Armee. Es wurden jetzt auch wieder die degradierten und verbannten
republikanischen Kader aufgenommen.
Als am 28. Oktober
1940 Griechenland von Mussolini ein auswegloses Ultimatum gestellt
wurde, kam von Metaxas die legendäre Antwort "όχι"
(nein). Dieser Tag ist noch heute ein nationaler Feiertag in ganz
Griechenland. Die anschließend in Epiros einmarschierte italienische
Armee wurde von der griechischen Gegenoffensive wieder auf albanisches
Gebiet zurückgeworfen.
Als Metaxas im
Januar 1941 starb, hinterließ er ein Machtvakuum in Athen.
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