Erster Griechischer Bürgerkrieg
Der erste griechische
Bürgerkrieg fand vom 3. Dezember 1944 bis zum 12. Februar
1945 statt und bezeichnet
die Auseinandersetzung, um das zukünftige Regierungssystem Griechenlands.
Durch den kurzen zeitlichen Abstand zwischen erstem und zweitem griechischen Bürgerkrieg>,
werden diese beiden Konflikte auch oft gesamt als griechischer Bürgerkrieg
bezeichnet, mit den Unterordnungen Phase I und Phase II.
Ursachen
Während der Besetzung
Griechenlands durch das Deutsche Reich im Zuge des 2. Weltkrieges,
hatten sich in Griechenland zwei Widerstandsgruppen
im Untergrund gebildet.
Einerseits die
sozialistisch kommunistische und andererseits die bürgerlich/< liberale.
Die EAM entstand fünf Monate nach Einmarsch der deutschen
Wehrmacht 1941. Im April 1942 entstand die ELAS als bewaffneter
Arm der EAM. Beide wurden stark von der kommunistischen Partei Griechenlands
beeinflusst. Im Jahr
1942 entstand die EDES; bereits vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges
gab es bewaffnete Konflikte zwischen EDES und EAM/ELAS.
Ziel der EAM/ELAS
war, eine sozialistische Republik Griechenland nach sowjetischem
Vorbild zu errichten und die Wiedereinsetzung des griechischen Königs
Georg II.sowie seines Generals Metaxas
zu verhindern. Die EDES kämpfte hingegen für ein bürgerlich-liberales
System, das auch nicht unbedingt die Wiedereinsetzung des Königs
vorsah. Unterstützt wurde die EDES von den griechischen Royalisten (hier vor allem die " Heilige Schar"
und die " Riminibrigade") und den britischen Truppen.
Zunächst schien
es, als könnten sich die EAM/ELAS und die EDES, sowie die restlichen
politischen Gruppierungen einigen. Doch als die EAM/ELAS feststellte,
dass die Briten die royalistischen Brigaden nach Abzug der Deutschen
im Herbst 1944 nicht entwaffneten, weigerte auch sie sich, die Waffen
niederzulegen und verließ schließlich am 1. Dezember die griechische
Regierung. Bereits am 3. Dezember brach der offene Bürgerkrieg aus.
Bis heute ist strittig,
von welcher Seite die Eskalation ausging. Ein Grund für eine Eskalation
von Seiten der EAM/ELAS könnte gewesen sein, dass diese feststellte,
dass Briten und Royalisten die Macht nicht aus den Händen gaben.
In einem bewaffneten Konflikt hoffte die EAM/ELAS auf Hilfe durch
sowjetische Truppen, die in Bulgarien
standen. Für die Briten wiederum könnte ein Grund zur Eskalation
gewesen sein, dass diese Griechenland im Moskauer Geheimabkommen (9. April 1944) als
britische Interessenssphäre zugesprochen bekommen hatten und nun
eine günstige Gelegenheit sahen, die kommunistische EAM/ELAS auszuschalten.
Auswirkungen
Als beide Seiten
sahen, dass sie ihre Ziele nicht erreichen konnten, kam es zu Friedensverhandlungen,
die schließlich mit dem Abkommen von Varzika (12. Februar 1945) abgeschlossen
wurden. Darin war u.a. eine Entwaffnung aller Kampfgruppen, die
Zusicherung von Straffreiheit, baldige Wahlen und die Abhaltung
einer Volksabstimmung über die Wiedereinführung der Monarchie
vorgesehen. Die EAM/ELAS hielt sich jedoch zum größten Teil nicht
an das Abkommen. So zogen sich viele ELAS Kämpfer nach Jugoslawien
zurück und versteckten das höherwertige Kriegsmaterial in Griechenland,
anstatt es zu übergeben.
Von " http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Griechischer_Bürgerkrieg"
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