Nach
den Prozessen gegen 17N und ELA noch aktive bewaffnete Organisationen
in Griechenland
Zusammenfassende
und um Erläuterungen erweiterte Übersetzung aus einem Artikel
der griechischen Tageszeitung "Eleftherotypia "
vom 3. Juni 2005.
Übersetzung
und Bearbeitung: Heike Schrader, Athen
Zwei
Organisationen, die "Revolutionäre Aktion aus dem Volk "
( Laiki Epanastatiki Drasi, LED) und der "Revolutionäre
Kampf" (Epanastatikos Agonas, EA) wurden in der "nach 17N Ära"
mit Bombenanschlägen und der Veröffentlichung von Schriften aktiv.
Am
12. Juni
2003 wurden Büros der Versicherung "Alico " in
Athen angegriffen.
Drei
Monate später, am 6. September 2003 trat der "Revolutionäre Kampf " erstmalig mit einer spektakulären Aktion in Erscheinung.
Bei einem doppelten Anschlag auf die Gerichtsgebäude in Athen
wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Zwar hatte die Organisation
über die Aktion telefonisch informiert, statt der erwarteten einen,
befanden sich jedoch zwei Bomben am Tatort.
Am
14. März
2004 trat der "Revolutionäre Kampf " erneut
auf, diesmal mit einem Bombenanschlag auf die Citibank im Athener
Stadtteil Psychiko. Die Organisation informierte telefonisch und
mit einer schriftlichen Erklärung über den Anschlag.
Etwa
2 Monate später erlangte die Organisation weltweite Bekanntheit.
Nur 100 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Athen verübte
die Gruppe einen dreifachen Bombenanschlag auf die Polizeistation
des Athener Stadtteils Kalithea.
15
Tage später übernahm die "Revolutionäre Aktion aus dem Volk "
das Staffelholz mit einem Bombenanschlag auf die Geschäftsstelle
der Automobilfirma Rover in Athen.
Seit
dem Sommer 2002 erfolgten darüber hinaus weiter Anschläge sowohl
einmalig auftretender Organisationen als
auch Anschläge, für die bisher keine Organisation die Verantwortung
übernommen hat.
Nur
11 Tage nachdem am 29. Juni 2002 die Bombe in den Händen von Savas
Xiros (17N) explodierte, legte die Organisation "Neuer ELA "
eine Bombe vor einer Filiale der "Hellas Flying Dolphin"
in Piräus.
Am
11. November
2003 entschärfte die Polizei einen Sprengsatz vor der Filiale
der Citibank im Athener Stadtteil Zografou. Den Anschlag hatte
die "Organisation Christos Kasimis " telefonisch angekündigt.
Am
29. Mai
2004 deponierten Unbekannte eine Bombe in den Gebäuden der Anwaltskammer
von Larissa.
Am
29. Oktober
2004 scheiterte ein Anschlag auf zwei Polizeibusse in Athen.
Für den Anschlag übernahm der "Revolutionäre Kampf "
mit einer am 9. Juni 2005 in der Wochenzeitung "Pontiki "
veröffentlichen Erklärung die Verantwortung.
Am
11. Dezember
explodierte eine Bombe im technischen Service der "Olympic Airways".
Unbekannte informierten vorab über Telefon.
Am
24. Mai
2005 explodierte eine Bombe in den Athener Büros der Baufirma
Avacs, 150 Meter entfernt von der Athener Polizeizentrale.
Auch hier informierten Unbekannte zuvor über
Telefon.
Am
2. Juni
explodierte nach telefonischer Warnung eine Bombe vor dem Athener
Arbeitsministerium. Auch für diesen Anschlag übernahm der
"Revolutionäre Kampf " mit einer am 9.
Juni 2005 in der Wochenzeitung "Pontiki " veröffentlichen
Erklärung die Verantwortung.
Ungeklärt
bleibt nach wie vor die Ermordung des Wächters des britischen
Militärattaches in Athen am 31. Dezember 2004.
Die Ermittlungen sind offen, es liegen keinerlei Erkenntnisse über Täterschaft
und Motiv vor.
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