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in Athen 2006


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Noch einmal beobachtet die Welt mit Besorgnis, Wut und Abscheu die Glanzleistungen des zivilisierten "demokratischen" Westens. Jeder humanitäre Wert, jedes Prinzip von Gerechtigkeit und jegliches Recht der Menschen aus der Dritten Welt und deren Völker wird mit Füssen getreten.

Es ist die völlige Bankrotterklärung der westlichen Demokratie, ihrer Prinzipien und Ideale über die Menschenrechte. Es ist die Bankrotterklärung der Weltgemeinschaft mit ihrer Legitimität, der UNO. Wir beobachten den Triumph des Gesetzes des Stärkeren, des Gesetzes des Dschungels, den Triumph des Satten und im Wohlstand lebenden Westens, der mit Waffengewalt die Wirtschaft eines Landes der dritten Welt vernichtet, weil es wagte sich nicht zu beugen.

Wir beobachten die Vernichtung, die systematische Ausrottung mittels bestialischer nazistischer Bombardierung eines ganzen Volkes mit uralter Kultur, in dem 4200 Kinder und Alte, sowie zehntausende Zivilisten ermordet werden im Namen der Achtung des Menschenrechts ohne Rücksicht auf die ökologischen folgen und Katastrophen für die dortige Gegend und für die ganze Welt.!

Wir beobachten den Triumph der nazistischen Praxis des Westens. Diesen barbarischen militärischen Angriff des Westens gegen den Irak haben die herrschenden Kreise des militärisch - industriellen Komplexes der USA und ihrer Verbündeten sowie die führenden Kräfte des zionistischen Israels schon vorher beschlossen.

Und dies aus Gründen, die natürlich nichts mit der Verletzung des internationalen Rechts zu tun haben. Dies konnte niemals erreicht werden ohne die Massenmedien, insbesondere die Elektronischen.

Diese, wie wir früher schon erklärten, spielen in den westlichen Regimes eine entschiedene Rolle für die Gehirnwäsche und Desinformation. Die Massenmedien haben es geschafft ein völlig verkehrtes Bild des Problems am Golf und im Nahen Osten darzustellen, indem sie die Realität verdrehten, schwarz als weiß erschienen ließen. Und das in einer Form, die manchmal die Grenzen des Lächerlichen überschritt.

So war Saddam Hussein für die westlichen Massenmedien während des Krieges zwischen Iran-Irak und bis 1988 kein Diktator, sondern das Lieblingskind des Westens. Er wurde pausenlos aufgerüstet gegen den "blutrünstigen Diktator" Khomeini. Plötzlich nach 1988, als der Krieg zu Ende war und die Irak nicht mehr gebraucht wurde, änderte sich das Bild: Saddam wird vom Westen von einem Tag auf den Anderen als Diktator, Schlächter und "Neuer Hitler" bezeichnet. Parallel dazu wird das Bild eines "Demokratischen" Westens vorgestellt der den Diktator bekämpft.

Eine Sache also, die der Westen niemals, nirgends und für keine Diktatur getan hat - wir dürfen nicht die 7-jährige Diktatur in unserem Land vergessen. Es wird verschwiegen, dass die Regimes, die der Westen durch die Invasion zu retten versucht: Saudi - Arabien, Kuwait, die Emirate und Ägypten noch "blutrünstiger" sind, dreimal schlimmer unterdrücken, ihre Gegner hinrichten und foltern, während sich das syrische Regime kaum vom irakischen unterscheidet.

Schließlich wird die faschistische Praxis des "demokratischen" Israels verschwiegen, das in den letzten drei Jahren während der Intifada etwa 2000 Kinder, die mit Steinen um das elementare Recht auf eine Heimat kämpfen, ermordete. Als Grund der barbarischen Invasion des Westens wird die Verletzung des internationalen Rechts durch den Irak angegeben, während die Tatsache verschwiegen wird, dass der Westen kein moralisches Recht hat den Polizisten zu spielen. Er ist ja das beste Beispiel, denn er hat nach dem zweiten Weltkrieg wiederholt das das internationale Recht mit Füssen getreten.

Sowohl die USA als auch England und Frankreich sind in verschiedene Länder der Erde einmarschiert ohne Boykottmassnahmen, ohne Bestrafung.

Die USA ist, außer der langjährigen militärischen Invasion in Vietnam, vor einiger Zeit in Grenada einmarschiert und hat es besetzt, die hat Libyen mit Opfern unter der Zivilbevölkerung bombardiert, sie hat in Panama mit ihrer militärischen Invasion über 20 000 Menschen ermordet. Insbesondere aber wird sorgsam die Tatsache verschwiegen, dass das expansionistische Land im Nahen Osten, das ständig internationales Recht bricht, nicht der Irak, sondern das zionistische Israel ist.

Es wird systematisch die Tatsache verschwiegen, dass 1967 Israel militärisch den Gaza - Streifen und das Westjordan - Land besetzt hat. Das Israel seit 23 Jahren - trotz des Beschlusses des UN-Sicherheitsrates, der den Rückzug forderte - sich aus den besetzten Gebieten nicht zurückgezogen hat.

Es wird verschwiegen, dass Israel 1978 im Süd - Libanon militärisch intervenierte und das Land besetzte, dass es 1982 Beirut angriff, es belagerte und ununterbrochen drei Monate lang bombardierte, dass es 12 Jahre danach immer noch den Süd-Libanon besetzt hält. Es wird verschwiegen, dass der UN-Sicherheitsrat im März 1980 von Israel forderte: "Die existierenden Siedlungen zu räumen und mit dem Aufbauprogramm und der Errichtung von solchen Siedlungen in den seit 1967 besetzten arabischen Gebieten (incl. Jerusalem) sofort aufzuhören". Israel ignorierte nicht nur die Forderung, sondern macht die Siedlungspolitik weiter, so dass heute 100 000 Israelis im arabischen Teil Jerusalems und 70 000 im Gaza-Streifen und West-Jordanland wohnen.

All das geschah ohne jegliches Embargo, ohne militärische Intervention des Westens um Israel zu zwingen das internatonale Recht zu respektieren. Es wird die Tatsache verschwiegen, dass Israel sich immer geweigert hat den Palästinensern einen Teil ihrer mit Waffen besetzen Gebiete zurückzugeben und über das Palästina - Problem zu diskutieren. Israel hat jeden Vorschlag für eine Konferenz, jede Friedenslösung abgelehnt, obwohl es aus der Position des Stärkeren agiert. Es wird verschwiegen, dass Israel total aufgerüstet wurde, seine Widersacher terrorisiert durch den Besitz von Atomwaffen, wobei von Vielen der Einsatz gegen den Irak gefordert wird.

Es ist natürlich, wenn eine solche expansionistische und aggressive Gewaltpolitk Angst vor dem Irak bekommt, denn der Irak ist der einzige ernstzunehmende Gegner in der Region, der Widerstand gegen die Annexionspolitik Israels leisten könnte. Deswegen verlange Israel hartnäckig die Zerstörung des militärischen und industriellen Potentials des Irak.

Es ist also kein Zufall, wenn die USA und Israel die Gelegenheit, die sich durch die Invasion in Kuwait ergeben hat, sofort aufgegriffen, jegliche friedliche Lösung ablehnten, um die barbarische Zerstörung des Iraks zu vollziehen.

Es kein Zufall, dass sowohl die USA als auch Israel den Vorschlag von Saddam, die chemischen Waffen des Iraks und die Atomwaffen Israels zu zerstören, abgelehnt haben. Schließlich wird von der westlichen Öffentlichkeit das Zypernproblem verschwiegen.

Das die Türkei 1974 in Zypern militärisch einmarschierte und ein Drittel des Landes besetzt, und das trotz des UNO-Beschlusses von 1974, der die Türkei zum Abzug ihrer Truppen aufforderte, heute 16 Jahre später die türkische Okkupation andauert.

Es wird unterschlagen, dass für diese Verletzung des internationalen Rechts kein Wirtschaftsboykott, kein militärischer Druck des Westens auf die Türkei gelaufen ist, um sie zum Rückzug zu zwingen. Die Berufung auf die Verletzungen des internationalen Rechts durch den Irak als Begründung für den nazistischen Angriff des Westens ist ein Märchen für kleine Kinder.

Es ist ein grober Vorwand, um die eigentlichen Gründe des faschistischen Angriffs, des Krieges, aber auch der ständigen Unruhe in der Region des Nahen Osten zu verschleiern. Einer dieser Gründe, der vom Westen ignoriert und systematisch verdunkelt wird, ist die willkürliche und ungerechte Grenzziehung der verschiedenen Länder in Zusammenhang mit ihrem Ölreichtum.

Eine Grenzziehung, die hauptsächlich von den großen früheren Kolonialmächten England und Frankreich in Abwesenheit der Völker beschlossen wurde. Eine Grenzziehung, die geschah, um die Kontrolle über die Ölquellen - die politische Kontrolle der Region zu gewährleisten. Heute wird dieses Diktat durch die Agenten des Westens, die Emire, verewigt, um die Kontrolle des Ölflusses in den Westen und die Ölpreise zu bestimmen.

So haben wir einerseits die bekannten Petrol - Monarchen, Länder mit sehr kleiner Bevölkerung und einer handvoll Superreichen, in der Region funktionieren, und andererseits Länder mit sehr großer Bevölkerung, die - obwohl die Öl besitzen - kaum eine Chance haben das Problem der Ernährung ihrer Bevölkerung zu lösen, weil die Ölpreise von den Emiren und dem Westen bestimmt werden. So haben die 10 Millionen Araber (ohne Fremde) der 6 Länder des Golfes - Saudi Arabien, Vereinigte Emirate, Kuwait, Bahrain, Omar und Katar - an Kapital und Investitionen im Westen die astronomische Summe von über 670 Milliarden Dollar erreicht.

Die restlichen 190 Millionen Araber aus den anderen Ländern liegen fast am Boden durch die kaum noch auszuhaltende Auslandsverschuldung von über 208 Milliarden Dollar, wobei deren Lebensstandart in den achtziger Jahren rasant gesunken ist. Außer dem Recht gibt es auch die Gerechtigkeit.

Konkret was Kuwait angeht, wird die Tatsache verschwiegen, dass dieser Staat sowie die restlichen Petrol - Monarchen am Golf ein künstliches Gebilde ist, ein Überbleibsel des englischen Kolonialismus. Es genügt nur ein Blick auf die Landkarte um auch selber festzustellen, dass die Geographie die historische Wahrheit bestätigen wird. Kuwait gehörte früher verwaltungsmäßig der Region Vasora an. Im Rahmen der strategischen Teilung der Araber und um die Region Vasora, sowie die Region des heutigen Irak, vom Meer zu trennen, ist Kuwait am Anfang dieses Jahrhunderts von den Engländern ins Leben gerufen worden. Danach wurde es massiv vom Westen unterstützt und gefördert. Einerseits wegen seines Reichtums an Öl, und andererseits wegen dem strategischen Ziel des Westens, die Ölvorkommen auf keinem fall in einem oder zwei Ländern zu konzentrieren, damit der Ölpreis und der Ölfluss Richtung Westen kontrollierbar bleibt. Der englische Kolonialismus hat 1899 in Kuwait Fuß gefasst. Er bot einigen Feudalherren der Region seinen Schutz an.

Als Gegenleistung erhielt er das alleinige Recht auf Nutzung des Landes für seine Armee. Nach dem Niedergang des Osmanischen Reiches wurde Kuwait eine englische Kolonie in Form eines Protektorats. 1961 wurde es auch formal eine unabhängige Monarchie unter der Führung der Emire, die von westlichen Großmächten eingesetzt wurden. Der Irak hat von Anfang an die Legitimität und Existenz dieses künstlichen Gebildes in Frage gestellt, zumal es seine frühere Region war. Er verlangte die Rückgabe, oder einen Teil davon. Deswegen hat der Irak 1961 zu Kasems Zeiten versucht in Kuwait militärisch einzumarschieren und es zu besetzen. Dies wurde verhindert durch die Entsendung eines starken englischen Militärkontingents nach Kuwait.

Seitdem hat der Irak nicht aufgehört auf die Rückgabe seiner Region zu bestehen. Irak bot den Emiren Verhandlungen an, die diese jedoch, gestützt auf den Westen, kategorisch ablehnten.

Selbst in jüngster Zeit während des Iran-Irak Krieges, in dem Kuwait den Irak - das damalige Lieblingskind des Westens - unterstützte gegen den "Schlächter" Khomeini, hat der Irak Karten veröffentlicht, die einen anderen Grenzverlauf darstellten als die jetzt existierenden. Wenn also der militärische Einmarsch und die Besetzung eines Landes durch ein anderes zu verurteilen ist - und der irakische Einmarsch in Kuwait ist zu verurteilen -, dann ist genauso die Existenz von künstlichen Staaten zu verurteilen als Überbleibsel des englischen Kolonialismus ohne jeglichen geschichtlichen, kulturellen und geographischen Hintergrund. Länder wie Kuwait und einige andere Staaten, an deren Spitze der Westen Emire, Scheichs und Könige einsetzte. Sie etablieren sich gegen den Willen der dortigen Bevölkerung durch Massaker an Aufständischen mit Hilfe der Armeen der früheren Kolonialisten.

Diese Staatengebilde sind die fünfte Kolonne des Westens. Es sind die westlichen Keile innerhalb des arabischen Raumes. Die Existenz solcher Staaten wie Kuwait ist zu verurteilen, wo auf einem Gebilde etwas kleiner wie der Peleponnes eine handvoll eiserner Emire 220 Milliarden Dollar aus Ölexporten im Westen investieren, während sie sich weigern nicht mal einen Bruchteil davon in die bevölkerungsreichen arabischen Länder zu investieren. Die eine Auslandsverschuldung von 208 Milliarden Dollar registrieren.

Die Existenz von Staaten die vom Westen gegründet wurden ist zu verurteilen, weil damit die Plünderung des Reichtums und Unterentwicklung der arabischen Länder durch die Agenten des Westens: der Scheiche, Emire und Könige verewigt wird. Es wird die Tatsache verschleiert das für den Westen, genauer gesagt für eine bestimmte Form seiner Entwicklung, die Kontrolle der Preise von entschiedener Bedeutung ist. So wird gesagt, dass Kuwait einen unbedeutenden Anteil von 3 Prozent an der Weltproduktion von Öl hat. Es wird verschwiegen, dass die Gesamtproduktion von Irak und Kuwait zusammen den Irak zum viertgrößten Ölproduzenten und zum zweitgrößten Ölexporteur der Welt macht. Das heißt, dass in 15 beide Länder einen Anteil von 20 Prozent an der Weltproduktion an Öl erreichen werden. Ein viertel der Weltvorkommen an Öl besitzen würden, während die anderen 60 Prozent auf die übrigen Golfländer verteilt wären. In den nächsten 15 Jahren werden die Länder der Golfregion etwa 85 Prozent der Weltvorkommen an Öl besitzen.

Daher ist die völlige politische und militärische Kontrolle der Region von strategischer Bedeutung, weil parallel zu dieser Zeitperiode die Ölvorkommen sowohl von England, als auch von den USA ( mit Ausnahme Alaskas) zu Ende sein werden. Die USA muss heute 50 Prozent importieren, während die noch 1972 nur 13,2 Prozent ihres Ölbedarfs importieren musste. Das bedeutet, dass die USA mit einem Weltbevölkerungsanteil von 4,8 Prozent über 25 Prozent des Weltbedarfs an Öl konsumiert. Zwei Drittel davon werden etwa für den Privatverbrauch benötigt gegen einen lächerlichen Preis von 0.35 Dollar - noch billiger als in Griechenland -, während in Europa der Preis für einen Liter Benzin zwischen 1 und 1,3 Dollar liegt. Nach Meinung des ehemaligen Präsidenten der USA Carter würde die Barrelpreis-Erhöhung um einen Dollar das jährliche Handelsdefizit der USA um 3 Milliarden Dollar belasten und den Wirtschaftsüberschuss von Japan um 1,3 Milliarden Dollar verringern.

Es wird die Tatsache verschwiegen, dass einen wesentliche Ölpreiserhöhung nicht nur Auswirkungen auf die Inflation, das Handelsdefizit und die Entspannung im Westen haben wird, sondern auch eine drastische Verringerung des Konsums zur Folge hätte. Dies würde wesentliche sozial Auswirkungen, sowie einen Zwang zur Umstellung auf Andere, ökologisch vertretbare Energieformen haben.

Es wird verschwiegen, dass deswegen die westlichen Länder mit der USA an der Spitze die Forderung der Ölproduzierenden Länder nach Anpassung des Ölpreises an die Preisentwicklung der westlichen Industrieprodukte stets kategorisch abgelehnt haben, und das die USA mit Hilfe ihrer Statthalter - den Emiren von Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien - geschafft haben im Jahr 1986 den Ölpreis auf das Niveau der sechziger Jahre herunterzuschrauben (im Vergleich zu den Preisen der westlichen Industrieprodukte). Somit konnten sie die negativen Auswirkungen der Vervierfachung der Ölpreise im Jahr 1973 und aus deren Verdoppelung im Jahr 1979 vollständig beseitigen.

Es wird die Tatsache unterschlagen, dass mit den Ölpreisen, die noch im August 1990 galten, außer den Petrolmonarchen (die sechs Golfstaaten und Saudi-Arabien) kein anderes Land von den Bevölkerungsreichen arabischen Ländern imstand ist der gewaltigen Auslandsverschuldung nachzukommen, geschweige denn der Ernährung ihrer Bevölkerung. Die gilt natürlich auch für den Irak, dessen Auslandsverschuldung über 70 Milliarden Dollar beträgt. Allein 40 Milliarden davon schuldet er den Petrolmonarchen der Golf-Region. Die Tat von Saddam ist also der gewaltsame Versuch die wirtschaftlichen Ausbeutungs- - und Unterdrückungsverhältnisse, sowie das Ölpreisdiktat des Westens zu sprengen. Er ist der Versuch eines Dritte - Welt - Landes aus dem Teufelskreis der Unterdrückung auszubrechen durch den gewaltsamen Bruch der Ausbeutung durch den Westen. Das ist der Grund warum heute Saddam nicht nur laut der West - Propaganda und den arabischen und moslemischen Massen unterstützt wird, sondern auch von Millionen einfacher Menschen in der ganzen Welt.

Das Problem ist also nicht irgendeine politisch-ideologische Ablehnung des Saddam-Regimes, etwa das der Irak eine Diktatur ist, wobei alle arabischen Staaten ebenfalls Diktaturen sind und selbst die westlichen Regimes nichts anderes als parlamentarische Diktaturen sind - wir dürfen nicht vergessen, dass alle Scud - Raketen gegen Israel weniger Opfer forderten, als die kürzliche Repressionswelle gegen den hiesigen Aufstand. Das Problem ist also nicht die Verletzung des internationalen Rechts durch die irakische Invasion und Besetzung des aus der englischen Kolonialzeit stammenden künstlichen Staates Kuwait, denn alle westlichen Länder mit den USA an der Spitze haben wiederholt in den letzten Jahren ähnliche Praktiken angewandt, indem sie ohne das je eine Bestrafung gegen diese Länder vollzogen wurden.

Das Problem ist nicht der irakische Expansionismus. Wenn es ein Land gibt, das expansionistisch ist und seine Nachbarn bedroht, dann ist es das zionistische Israel. Dieses Land hat eine Reihe von Gebieten in den letzten Jahren besetzt, lehnt die Existenz einer Heimat für die Palästinenser ab und bedroht alle mit seiner riesigen Militärmaschine und seinen 113 Atomsprengköpfen.

Das Problem ist, dass der reiche Westen ein Land der dritten Welt vollständig eliminiert, dass zehntausende seiner Bewohner ermordet werden, weil es gewagt hat Widerstand zu leisten, weil es gewagt hat, die Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse zu sprengen.

Das Wichtigste und Entscheidenste Problem ist, dass der Krieg und die Zerbombung des Irak geschah um eine neue Weltordnung zu verewigen, in der ein viertel der Weltbevölkerung - und davon eine verschwindende Minderheit - im Reichtum lebt, 80 Prozent der Weltproduktion verbraucht, während drei viertel die restlichen 20 Prozent verbrauchen. Sie leben in Armut, Hunger und Elend mit allen möglichen Krankheiten. Dieser Krieg ist der Krieg der Reichen, satten Westens mit der Herrenmenschmentalität gegen die Elenden der dritten Welt um die Ungleichheit, die Ausbeutung und Ausraubung der dritten Welt zu verewigen.

Was die rein militärische Seite der westlichen Aggression betrifft, so es inzwischen Klar, dass die Massenmedien nicht mehr die Wahrheit durch Märchenerzählungen über "chirurgische Operationen" und "intelligente Raketen" leugnen können. Die einmaligen massiven Luft - Bombardements, die die Zahl von 20 000 Einsätzen innerhalb von zehn Tagen erreicht haben, können nicht mehr verheimlichen, dass die Ziele nicht nur militärische sind. Es wurden auch zivile Ziele anvisiert, um den Irak völlig zu zerstören und auch rücksichtslos gegenüber seinen historischen und kulturellen Stätten. Damit soll die Wirtschaft des Landes eliminiert, und die Bevölkerung in eine aussichtslose Situation gebracht werden. Es ist eine wesentliche Militärstrategie, die den direkten Krieg vermeidet, die den Krieg durch die Zivilbevölkerung gewinnen will.

Die massiven Bombardements, der Terror gegen die Zivilbevölkerung, die Ermordung und Verletzung von zehntausenden von Zivilisten, Hunger und Elend durch Wirtschaftsboykott und Destabilisierung, die Verseuchung durch Zerstörung von chemischen und biologischen Anlagen, die Zerstörung der Wasserversorgung und Kanalisation. Mit all dem verfolgen sie nur ein Ziel: Niederschlagung der Bevölkerung und dadurch das Erzwingen des Saddam-Regimes in die Kapitulation.

Die westlichen Demokratien haben ihren Lehrer Hitler, der eine solche massive und systematische Bombardierung nicht geschafft hat, übertroffen. Der Einsatz der Waffengewalt in so einem in der Geschichte einmaligen Ausmaß gegen eine Bevölkerung ist eine eindeutig nazistische Praxis des Westens. Schließlich werden die massiven Bombardierung eines Länder, das in Besitz von allen möglichen chemischen Fabriken und Ölquellen ist, sicherlich zu irgendeiner form der ökologischen Katastrophe in der Region führen. Ein derartiger Krieg also, der in solchem Ausmaß die Waffengewalt nutzt um die Rechte eines Volkes der dritten Welt niederzutrampeln, um seinen Reichtum nach Lust und Laune zu kontrollieren, bedeutet nichts anderes als die Entblößung jeglicher Prinzipien, jeglicher Ideale der westlichen Demokratie.

Es ist außerdem die Entblößung der Prinzipien der Solidarität, der Gerechtigkeit und sozialistischen Prinzipien eines Sozialismus, der heute in Europa - mit einigen Ausnahmen- nicht einmal den Mut hat die Wahrheit beim Namen zu nennen, den Krieg mit seinem wirklichen Namen zu bezeichnen.

Es ist daher kein Zufall, dass sich dieser Sozialismus in einer tiefen Krise befindet und eigentlich nicht existiert.

Was die Haltung der griechischen Regierung betrifft, so ist sie der Höhepunkt der Lächerlichkeit und Unterordnung. Während Griechenland nichts zur Befreiung von Zypern, das 17 Jahre nach der türkischen Invasion immer noch besetzt ist, beiträgt, verkündet sie ihre Beteiligung an der Befreiung Kuwaits! Sie verkündet durch ihre Minister, das die bereit ist die türkischen Grenzen zu verteidigen, während die Türkei ein drittel von Zypern besetzt hält und die ägäische Region bedroht. Damit stellt sie bewusst die Interessen der Türkei über die des eigenen Landes.

Wir glauben, dass die der "Neuen Demokratie" die Scheiche der Emirate in Sachen Verrat, nationalen Ausverkauf und Unterordnung gegenüber dem Westen übertroffen haben. Schließlich war es sehr belustigend zu hören wie einige "Linke" in ihrer Rolle als Neureiche die Teilnahme Griechenlands an der Invasion forderten, um an der Verteilung der Beute teilzunehmen.

Die USA und Israel, die den Krieg am Golf beschlossen haben, wissen sehr gut, dass die wahren Gründe die ungerechten Ausbeutungsverhältnisse zwischen Nord und Süd sind. Sie wissen, dass solange diese Verhältnisse existieren auch die Gründe zur Entstehung solcher lokalen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Dritten Welt weiter existieren werden, die es in der ganzen Zeit nach dem 2. Weltkrieg auch war. Das bedeutet heute, wo der Zusammenbruch der stalinistischen Regimes und der UDSSR den Weg für eine amerikanische Herrschaft freigemacht hat, dass eine Neubestimmung ihrer Hegemonie notwendig wird. Das heißt, dass diese Hegemonie von allen anerkannt werden soll und die Dritte Welt ein Signal bekommt. Dieser strategische Angriff ist auch eine deutliche Warnung an alle Länder der Dritten Welt. Es ist eine praktische Lehre dessen, was jeden erwartet, der die zukünftigen Ausbeutungsverhältnisse der USA, des Nordens gegen den Süden, in Frage stellt. In Anbetracht einer solchen barbarischen Invasion des Westens in ein Land der Dritten Welt ist nicht nur jeder Kämpfer, nicht nur jeder Revolutionär, sondern einfach jeder Mensch - wenn das Wort Mensch noch seine Bedeutung hat - radikal und vollständig dagegen. Er wird alles tun, um seine Ablehnung und seinen Ekel zu artikulieren.

Deshalb haben auch wir am Donnerstag, den 24. Januar, mit 4 Bomben

  • die amerikanische City - Bank in Chalandri,
  • die englische Bank Berkleys in Maroussi,
  • das Büro des französischen Militärattaches in Mets
  • und die amerikanische City - Bank in Agia Paraskeui, die dort allerdings nicht explodierte, angegriffen.

Außerdem haben wir am Sonntagabend mit einer 3,5 MM - Rakete einen Angriff auf die American - Express in Panepimioustrasse,

sowie am Montagabend auf die Büros der englischen Ölfirma BP in Chalandri gemacht.