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Europäisches Sozialforum in Athen 2006
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Noch einmal beobachtet die Welt mit Besorgnis, Wut und Abscheu
die Glanzleistungen des zivilisierten "demokratischen" Westens.
Jeder humanitäre Wert, jedes Prinzip von Gerechtigkeit und
jegliches Recht der Menschen aus der Dritten Welt und deren Völker
wird mit Füssen getreten.
Es ist die völlige Bankrotterklärung der westlichen Demokratie,
ihrer Prinzipien und Ideale über die Menschenrechte. Es ist
die Bankrotterklärung der Weltgemeinschaft mit ihrer Legitimität,
der UNO. Wir beobachten den Triumph des Gesetzes des Stärkeren,
des Gesetzes des Dschungels, den Triumph des Satten und im Wohlstand
lebenden Westens, der mit Waffengewalt die Wirtschaft eines Landes
der dritten Welt vernichtet, weil es wagte sich nicht zu beugen.
Wir beobachten die Vernichtung, die systematische Ausrottung mittels
bestialischer nazistischer Bombardierung eines ganzen Volkes mit
uralter Kultur, in dem 4200 Kinder und Alte, sowie zehntausende
Zivilisten ermordet werden im Namen der Achtung des Menschenrechts
ohne Rücksicht auf die ökologischen folgen und Katastrophen
für die dortige Gegend und für die ganze Welt.!
Wir beobachten den Triumph der nazistischen Praxis des Westens.
Diesen barbarischen militärischen Angriff des Westens gegen
den Irak haben die herrschenden Kreise des militärisch - industriellen
Komplexes der USA und ihrer Verbündeten sowie die führenden
Kräfte des zionistischen Israels schon vorher beschlossen.
Und dies aus Gründen, die natürlich nichts mit der Verletzung
des internationalen Rechts zu tun haben. Dies konnte niemals erreicht
werden ohne die Massenmedien, insbesondere die Elektronischen.
Diese, wie wir früher schon erklärten, spielen in den
westlichen Regimes eine entschiedene Rolle für die Gehirnwäsche
und Desinformation. Die Massenmedien haben es geschafft ein völlig
verkehrtes Bild des Problems am Golf und im Nahen Osten darzustellen,
indem sie die Realität verdrehten, schwarz als weiß erschienen
ließen. Und das in einer Form, die manchmal die Grenzen des
Lächerlichen überschritt.
So war Saddam Hussein für die westlichen Massenmedien während
des Krieges zwischen Iran-Irak und bis 1988 kein Diktator, sondern
das Lieblingskind des Westens. Er wurde pausenlos aufgerüstet
gegen den "blutrünstigen Diktator" Khomeini. Plötzlich
nach 1988, als der Krieg zu Ende war und die Irak nicht mehr gebraucht
wurde, änderte sich das Bild: Saddam wird vom Westen von einem
Tag auf den Anderen als Diktator, Schlächter und "Neuer Hitler"
bezeichnet. Parallel dazu wird das Bild eines "Demokratischen" Westens
vorgestellt der den Diktator bekämpft.
Eine Sache also, die der Westen niemals, nirgends und für
keine Diktatur getan hat - wir dürfen nicht die 7-jährige
Diktatur in unserem Land vergessen. Es wird verschwiegen, dass die
Regimes, die der Westen durch die Invasion zu retten versucht: Saudi
- Arabien, Kuwait, die Emirate und Ägypten noch "blutrünstiger"
sind, dreimal schlimmer unterdrücken, ihre Gegner hinrichten
und foltern, während sich das syrische Regime kaum vom irakischen
unterscheidet.
Schließlich wird die faschistische Praxis des "demokratischen"
Israels verschwiegen, das in den letzten drei Jahren während
der Intifada etwa 2000 Kinder, die mit Steinen um das elementare
Recht auf eine Heimat kämpfen, ermordete. Als Grund der barbarischen
Invasion des Westens wird die Verletzung des internationalen Rechts
durch den Irak angegeben, während die Tatsache verschwiegen
wird, dass der Westen kein moralisches Recht hat den Polizisten
zu spielen. Er ist ja das beste Beispiel, denn er hat nach dem zweiten
Weltkrieg wiederholt das das internationale Recht mit Füssen
getreten.
Sowohl die USA als auch England und Frankreich sind in verschiedene
Länder der Erde einmarschiert ohne Boykottmassnahmen, ohne
Bestrafung.
Die USA ist, außer der langjährigen militärischen
Invasion in Vietnam, vor einiger Zeit in Grenada einmarschiert und
hat es besetzt, die hat Libyen mit Opfern unter der Zivilbevölkerung
bombardiert, sie hat in Panama mit ihrer militärischen Invasion
über 20 000 Menschen ermordet. Insbesondere aber wird sorgsam
die Tatsache verschwiegen, dass das expansionistische Land im Nahen
Osten, das ständig internationales Recht bricht, nicht der
Irak, sondern das zionistische Israel ist.
Es wird systematisch die Tatsache verschwiegen, dass 1967 Israel
militärisch den Gaza - Streifen und das Westjordan - Land besetzt
hat. Das Israel seit 23 Jahren - trotz des Beschlusses des UN-Sicherheitsrates,
der den Rückzug forderte - sich aus den besetzten Gebieten
nicht zurückgezogen hat.
Es wird verschwiegen, dass Israel 1978 im Süd - Libanon militärisch
intervenierte und das Land besetzte, dass es 1982 Beirut angriff,
es belagerte und ununterbrochen drei Monate lang bombardierte, dass
es 12 Jahre danach immer noch den Süd-Libanon besetzt hält.
Es wird verschwiegen, dass der UN-Sicherheitsrat im März 1980
von Israel forderte: "Die existierenden Siedlungen zu räumen
und mit dem Aufbauprogramm und der Errichtung von solchen Siedlungen
in den seit 1967 besetzten arabischen Gebieten (incl. Jerusalem)
sofort aufzuhören". Israel ignorierte nicht nur die Forderung,
sondern macht die Siedlungspolitik weiter, so dass heute 100 000
Israelis im arabischen Teil Jerusalems und 70 000 im Gaza-Streifen
und West-Jordanland wohnen.
All das geschah ohne jegliches Embargo, ohne militärische
Intervention des Westens um Israel zu zwingen das internatonale
Recht zu respektieren. Es wird die Tatsache verschwiegen, dass Israel
sich immer geweigert hat den Palästinensern einen Teil ihrer
mit Waffen besetzen Gebiete zurückzugeben und über das
Palästina - Problem zu diskutieren. Israel hat jeden Vorschlag
für eine Konferenz, jede Friedenslösung abgelehnt, obwohl
es aus der Position des Stärkeren agiert. Es wird verschwiegen,
dass Israel total aufgerüstet wurde, seine Widersacher terrorisiert
durch den Besitz von Atomwaffen, wobei von Vielen der Einsatz gegen
den Irak gefordert wird.
Es ist natürlich, wenn eine solche expansionistische und aggressive
Gewaltpolitk Angst vor dem Irak bekommt, denn der Irak ist der einzige
ernstzunehmende Gegner in der Region, der Widerstand gegen die Annexionspolitik
Israels leisten könnte. Deswegen verlange Israel hartnäckig
die Zerstörung des militärischen und industriellen Potentials
des Irak.
Es ist also kein Zufall, wenn die USA und Israel die Gelegenheit,
die sich durch die Invasion in Kuwait ergeben hat, sofort aufgegriffen,
jegliche friedliche Lösung ablehnten, um die barbarische Zerstörung
des Iraks zu vollziehen.
Es kein Zufall, dass sowohl die USA als auch Israel den Vorschlag
von Saddam, die chemischen Waffen des Iraks und die Atomwaffen Israels
zu zerstören, abgelehnt haben. Schließlich wird von der
westlichen Öffentlichkeit das Zypernproblem verschwiegen.
Das die Türkei 1974 in Zypern militärisch einmarschierte
und ein Drittel des Landes besetzt, und das trotz des UNO-Beschlusses
von 1974, der die Türkei zum Abzug ihrer Truppen aufforderte,
heute 16 Jahre später die türkische Okkupation andauert.
Es wird unterschlagen, dass für diese Verletzung des internationalen
Rechts kein Wirtschaftsboykott, kein militärischer Druck des
Westens auf die Türkei gelaufen ist, um sie zum Rückzug
zu zwingen. Die Berufung auf die Verletzungen des internationalen
Rechts durch den Irak als Begründung für den nazistischen
Angriff des Westens ist ein Märchen für kleine Kinder.
Es ist ein grober Vorwand, um die eigentlichen Gründe des
faschistischen Angriffs, des Krieges, aber auch der ständigen
Unruhe in der Region des Nahen Osten zu verschleiern. Einer dieser
Gründe, der vom Westen ignoriert und systematisch verdunkelt
wird, ist die willkürliche und ungerechte Grenzziehung der
verschiedenen Länder in Zusammenhang mit ihrem Ölreichtum.
Eine Grenzziehung, die hauptsächlich von den großen
früheren Kolonialmächten England und Frankreich in Abwesenheit
der Völker beschlossen wurde. Eine Grenzziehung, die geschah,
um die Kontrolle über die Ölquellen - die politische Kontrolle
der Region zu gewährleisten. Heute wird dieses Diktat durch
die Agenten des Westens, die Emire, verewigt, um die Kontrolle des
Ölflusses in den Westen und die Ölpreise zu bestimmen.
So haben wir einerseits die bekannten Petrol - Monarchen, Länder
mit sehr kleiner Bevölkerung und einer handvoll Superreichen,
in der Region funktionieren, und andererseits Länder mit sehr
großer Bevölkerung, die - obwohl die Öl besitzen
- kaum eine Chance haben das Problem der Ernährung ihrer Bevölkerung
zu lösen, weil die Ölpreise von den Emiren und dem Westen
bestimmt werden. So haben die 10 Millionen Araber (ohne Fremde)
der 6 Länder des Golfes - Saudi Arabien, Vereinigte Emirate,
Kuwait, Bahrain, Omar und Katar - an Kapital und Investitionen im
Westen die astronomische Summe von über 670 Milliarden Dollar
erreicht.
Die restlichen 190 Millionen Araber aus den anderen Ländern
liegen fast am Boden durch die kaum noch auszuhaltende Auslandsverschuldung
von über 208 Milliarden Dollar, wobei deren Lebensstandart
in den achtziger Jahren rasant gesunken ist. Außer dem Recht
gibt es auch die Gerechtigkeit.
Konkret was Kuwait angeht, wird die Tatsache verschwiegen, dass
dieser Staat sowie die restlichen Petrol - Monarchen am Golf ein
künstliches Gebilde ist, ein Überbleibsel des englischen
Kolonialismus. Es genügt nur ein Blick auf die Landkarte um
auch selber festzustellen, dass die Geographie die historische Wahrheit
bestätigen wird. Kuwait gehörte früher verwaltungsmäßig
der Region Vasora an. Im Rahmen der strategischen Teilung der Araber
und um die Region Vasora, sowie die Region des heutigen Irak, vom
Meer zu trennen, ist Kuwait am Anfang dieses Jahrhunderts von den
Engländern ins Leben gerufen worden. Danach wurde es massiv
vom Westen unterstützt und gefördert. Einerseits wegen
seines Reichtums an Öl, und andererseits wegen dem strategischen
Ziel des Westens, die Ölvorkommen auf keinem fall in einem
oder zwei Ländern zu konzentrieren, damit der Ölpreis
und der Ölfluss Richtung Westen kontrollierbar bleibt. Der
englische Kolonialismus hat 1899 in Kuwait Fuß gefasst. Er
bot einigen Feudalherren der Region seinen Schutz an.
Als Gegenleistung erhielt er das alleinige Recht auf Nutzung des
Landes für seine Armee. Nach dem Niedergang des Osmanischen
Reiches wurde Kuwait eine englische Kolonie in Form eines Protektorats.
1961 wurde es auch formal eine unabhängige Monarchie unter
der Führung der Emire, die von westlichen Großmächten
eingesetzt wurden. Der Irak hat von Anfang an die Legitimität
und Existenz dieses künstlichen Gebildes in Frage gestellt,
zumal es seine frühere Region war. Er verlangte die Rückgabe,
oder einen Teil davon. Deswegen hat der Irak 1961 zu Kasems Zeiten
versucht in Kuwait militärisch einzumarschieren und es zu besetzen.
Dies wurde verhindert durch die Entsendung eines starken englischen
Militärkontingents nach Kuwait.
Seitdem hat der Irak nicht aufgehört auf die Rückgabe
seiner Region zu bestehen. Irak bot den Emiren Verhandlungen an,
die diese jedoch, gestützt auf den Westen, kategorisch ablehnten.
Selbst in jüngster Zeit während des Iran-Irak Krieges,
in dem Kuwait den Irak - das damalige Lieblingskind des Westens
- unterstützte gegen den "Schlächter" Khomeini, hat der
Irak Karten veröffentlicht, die einen anderen Grenzverlauf
darstellten als die jetzt existierenden. Wenn also der militärische
Einmarsch und die Besetzung eines Landes durch ein anderes zu verurteilen
ist - und der irakische Einmarsch in Kuwait ist zu verurteilen -,
dann ist genauso die Existenz von künstlichen Staaten zu verurteilen
als Überbleibsel des englischen Kolonialismus ohne jeglichen
geschichtlichen, kulturellen und geographischen Hintergrund. Länder
wie Kuwait und einige andere Staaten, an deren Spitze der Westen
Emire, Scheichs und Könige einsetzte. Sie etablieren sich gegen
den Willen der dortigen Bevölkerung durch Massaker an Aufständischen
mit Hilfe der Armeen der früheren Kolonialisten.
Diese Staatengebilde sind die fünfte Kolonne des Westens.
Es sind die westlichen Keile innerhalb des arabischen Raumes. Die
Existenz solcher Staaten wie Kuwait ist zu verurteilen, wo auf einem
Gebilde etwas kleiner wie der Peleponnes eine handvoll eiserner
Emire 220 Milliarden Dollar aus Ölexporten im Westen investieren,
während sie sich weigern nicht mal einen Bruchteil davon in
die bevölkerungsreichen arabischen Länder zu investieren.
Die eine Auslandsverschuldung von 208 Milliarden Dollar registrieren.
Die Existenz von Staaten die vom Westen gegründet wurden ist
zu verurteilen, weil damit die Plünderung des Reichtums und
Unterentwicklung der arabischen Länder durch die Agenten des
Westens: der Scheiche, Emire und Könige verewigt wird. Es wird
die Tatsache verschleiert das für den Westen, genauer gesagt
für eine bestimmte Form seiner Entwicklung, die Kontrolle der
Preise von entschiedener Bedeutung ist. So wird gesagt, dass Kuwait
einen unbedeutenden Anteil von 3 Prozent an der Weltproduktion von
Öl hat. Es wird verschwiegen, dass die Gesamtproduktion von
Irak und Kuwait zusammen den Irak zum viertgrößten Ölproduzenten
und zum zweitgrößten Ölexporteur der Welt macht.
Das heißt, dass in 15 beide Länder einen Anteil von 20
Prozent an der Weltproduktion an Öl erreichen werden. Ein viertel
der Weltvorkommen an Öl besitzen würden, während
die anderen 60 Prozent auf die übrigen Golfländer verteilt
wären. In den nächsten 15 Jahren werden die Länder
der Golfregion etwa 85 Prozent der Weltvorkommen an Öl besitzen.
Daher ist die völlige politische und militärische Kontrolle
der Region von strategischer Bedeutung, weil parallel zu dieser
Zeitperiode die Ölvorkommen sowohl von England, als auch von
den USA ( mit Ausnahme Alaskas) zu Ende sein werden. Die USA muss
heute 50 Prozent importieren, während die noch 1972 nur 13,2
Prozent ihres Ölbedarfs importieren musste. Das bedeutet, dass
die USA mit einem Weltbevölkerungsanteil von 4,8 Prozent über
25 Prozent des Weltbedarfs an Öl konsumiert. Zwei Drittel davon
werden etwa für den Privatverbrauch benötigt gegen einen
lächerlichen Preis von 0.35 Dollar - noch billiger als in Griechenland
-, während in Europa der Preis für einen Liter Benzin
zwischen 1 und 1,3 Dollar liegt. Nach Meinung des ehemaligen Präsidenten
der USA Carter würde die Barrelpreis-Erhöhung um einen
Dollar das jährliche Handelsdefizit der USA um 3 Milliarden
Dollar belasten und den Wirtschaftsüberschuss von Japan um
1,3 Milliarden Dollar verringern.
Es wird die Tatsache verschwiegen, dass einen wesentliche Ölpreiserhöhung
nicht nur Auswirkungen auf die Inflation, das Handelsdefizit und
die Entspannung im Westen haben wird, sondern auch eine drastische
Verringerung des Konsums zur Folge hätte. Dies würde wesentliche
sozial Auswirkungen, sowie einen Zwang zur Umstellung auf Andere,
ökologisch vertretbare Energieformen haben.
Es wird verschwiegen, dass deswegen die westlichen Länder
mit der USA an der Spitze die Forderung der Ölproduzierenden
Länder nach Anpassung des Ölpreises an die Preisentwicklung
der westlichen Industrieprodukte stets kategorisch abgelehnt haben,
und das die USA mit Hilfe ihrer Statthalter - den Emiren von Kuwait,
den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien - geschafft
haben im Jahr 1986 den Ölpreis auf das Niveau der sechziger
Jahre herunterzuschrauben (im Vergleich zu den Preisen der westlichen
Industrieprodukte). Somit konnten sie die negativen Auswirkungen
der Vervierfachung der Ölpreise im Jahr 1973 und aus deren
Verdoppelung im Jahr 1979 vollständig beseitigen.
Es wird die Tatsache unterschlagen, dass mit den Ölpreisen,
die noch im August 1990 galten, außer den Petrolmonarchen
(die sechs Golfstaaten und Saudi-Arabien) kein anderes Land von
den Bevölkerungsreichen arabischen Ländern imstand ist
der gewaltigen Auslandsverschuldung nachzukommen, geschweige denn
der Ernährung ihrer Bevölkerung. Die gilt natürlich
auch für den Irak, dessen Auslandsverschuldung über 70
Milliarden Dollar beträgt. Allein 40 Milliarden davon schuldet
er den Petrolmonarchen der Golf-Region. Die Tat von Saddam ist also
der gewaltsame Versuch die wirtschaftlichen Ausbeutungs- - und Unterdrückungsverhältnisse,
sowie das Ölpreisdiktat des Westens zu sprengen. Er ist der
Versuch eines Dritte - Welt - Landes aus dem Teufelskreis der Unterdrückung
auszubrechen durch den gewaltsamen Bruch der Ausbeutung durch den
Westen. Das ist der Grund warum heute Saddam nicht nur laut der
West - Propaganda und den arabischen und moslemischen Massen unterstützt
wird, sondern auch von Millionen einfacher Menschen in der ganzen
Welt.
Das Problem ist also nicht irgendeine politisch-ideologische Ablehnung
des Saddam-Regimes, etwa das der Irak eine Diktatur ist, wobei alle
arabischen Staaten ebenfalls Diktaturen sind und selbst die westlichen
Regimes nichts anderes als parlamentarische Diktaturen sind - wir
dürfen nicht vergessen, dass alle Scud - Raketen gegen Israel
weniger Opfer forderten, als die kürzliche Repressionswelle
gegen den hiesigen Aufstand. Das Problem ist also nicht die Verletzung
des internationalen Rechts durch die irakische Invasion und Besetzung
des aus der englischen Kolonialzeit stammenden künstlichen
Staates Kuwait, denn alle westlichen Länder mit den USA an
der Spitze haben wiederholt in den letzten Jahren ähnliche
Praktiken angewandt, indem sie ohne das je eine Bestrafung gegen
diese Länder vollzogen wurden.
Das Problem ist nicht der irakische Expansionismus. Wenn es ein
Land gibt, das expansionistisch ist und seine Nachbarn bedroht,
dann ist es das zionistische Israel. Dieses Land hat eine Reihe
von Gebieten in den letzten Jahren besetzt, lehnt die Existenz einer
Heimat für die Palästinenser ab und bedroht alle mit seiner
riesigen Militärmaschine und seinen 113 Atomsprengköpfen.
Das Problem ist, dass der reiche Westen ein Land der dritten Welt
vollständig eliminiert, dass zehntausende seiner Bewohner ermordet
werden, weil es gewagt hat Widerstand zu leisten, weil es gewagt
hat, die Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse zu
sprengen.
Das Wichtigste und Entscheidenste Problem ist, dass der Krieg und
die Zerbombung des Irak geschah um eine neue Weltordnung zu verewigen,
in der ein viertel der Weltbevölkerung - und davon eine verschwindende
Minderheit - im Reichtum lebt, 80 Prozent der Weltproduktion verbraucht,
während drei viertel die restlichen 20 Prozent verbrauchen.
Sie leben in Armut, Hunger und Elend mit allen möglichen Krankheiten.
Dieser Krieg ist der Krieg der Reichen, satten Westens mit der Herrenmenschmentalität
gegen die Elenden der dritten Welt um die Ungleichheit, die Ausbeutung
und Ausraubung der dritten Welt zu verewigen.
Was die rein militärische Seite der westlichen Aggression
betrifft, so es inzwischen Klar, dass die Massenmedien nicht mehr
die Wahrheit durch Märchenerzählungen über "chirurgische
Operationen" und "intelligente Raketen" leugnen können. Die
einmaligen massiven Luft - Bombardements, die die Zahl von 20 000
Einsätzen innerhalb von zehn Tagen erreicht haben, können
nicht mehr verheimlichen, dass die Ziele nicht nur militärische
sind. Es wurden auch zivile Ziele anvisiert, um den Irak völlig
zu zerstören und auch rücksichtslos gegenüber seinen
historischen und kulturellen Stätten. Damit soll die Wirtschaft
des Landes eliminiert, und die Bevölkerung in eine aussichtslose
Situation gebracht werden. Es ist eine wesentliche Militärstrategie,
die den direkten Krieg vermeidet, die den Krieg durch die Zivilbevölkerung
gewinnen will.
Die massiven Bombardements, der Terror gegen die Zivilbevölkerung,
die Ermordung und Verletzung von zehntausenden von Zivilisten, Hunger
und Elend durch Wirtschaftsboykott und Destabilisierung, die Verseuchung
durch Zerstörung von chemischen und biologischen Anlagen, die
Zerstörung der Wasserversorgung und Kanalisation. Mit all dem
verfolgen sie nur ein Ziel: Niederschlagung der Bevölkerung
und dadurch das Erzwingen des Saddam-Regimes in die Kapitulation.
Die westlichen Demokratien haben ihren Lehrer Hitler, der eine
solche massive und systematische Bombardierung nicht geschafft hat,
übertroffen. Der Einsatz der Waffengewalt in so einem in der
Geschichte einmaligen Ausmaß gegen eine Bevölkerung ist
eine eindeutig nazistische Praxis des Westens. Schließlich
werden die massiven Bombardierung eines Länder, das in Besitz
von allen möglichen chemischen Fabriken und Ölquellen
ist, sicherlich zu irgendeiner form der ökologischen Katastrophe
in der Region führen. Ein derartiger Krieg also, der in solchem
Ausmaß die Waffengewalt nutzt um die Rechte eines Volkes der
dritten Welt niederzutrampeln, um seinen Reichtum nach Lust und
Laune zu kontrollieren, bedeutet nichts anderes als die Entblößung
jeglicher Prinzipien, jeglicher Ideale der westlichen Demokratie.
Es ist außerdem die Entblößung der Prinzipien
der Solidarität, der Gerechtigkeit und sozialistischen Prinzipien
eines Sozialismus, der heute in Europa - mit einigen Ausnahmen-
nicht einmal den Mut hat die Wahrheit beim Namen zu nennen, den
Krieg mit seinem wirklichen Namen zu bezeichnen.
Es ist daher kein Zufall, dass sich dieser Sozialismus in einer
tiefen Krise befindet und eigentlich nicht existiert.
Was die Haltung der griechischen Regierung betrifft, so ist sie
der Höhepunkt der Lächerlichkeit und Unterordnung. Während
Griechenland nichts zur Befreiung von Zypern, das 17 Jahre nach
der türkischen Invasion immer noch besetzt ist, beiträgt,
verkündet sie ihre Beteiligung an der Befreiung Kuwaits! Sie
verkündet durch ihre Minister, das die bereit ist die türkischen
Grenzen zu verteidigen, während die Türkei ein drittel
von Zypern besetzt hält und die ägäische Region bedroht.
Damit stellt sie bewusst die Interessen der Türkei über
die des eigenen Landes.
Wir glauben, dass die der "Neuen Demokratie" die Scheiche der Emirate
in Sachen Verrat, nationalen Ausverkauf und Unterordnung gegenüber
dem Westen übertroffen haben. Schließlich war es sehr
belustigend zu hören wie einige "Linke" in ihrer Rolle als
Neureiche die Teilnahme Griechenlands an der Invasion forderten,
um an der Verteilung der Beute teilzunehmen.
Die USA und Israel, die den Krieg am Golf beschlossen haben, wissen
sehr gut, dass die wahren Gründe die ungerechten Ausbeutungsverhältnisse
zwischen Nord und Süd sind. Sie wissen, dass solange diese
Verhältnisse existieren auch die Gründe zur Entstehung
solcher lokalen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Dritten
Welt weiter existieren werden, die es in der ganzen Zeit nach dem
2. Weltkrieg auch war. Das bedeutet heute, wo der Zusammenbruch
der stalinistischen Regimes und der UDSSR den Weg für eine
amerikanische Herrschaft freigemacht hat, dass eine Neubestimmung
ihrer Hegemonie notwendig wird. Das heißt, dass diese Hegemonie
von allen anerkannt werden soll und die Dritte Welt ein Signal bekommt.
Dieser strategische Angriff ist auch eine deutliche Warnung an alle
Länder der Dritten Welt. Es ist eine praktische Lehre dessen,
was jeden erwartet, der die zukünftigen Ausbeutungsverhältnisse
der USA, des Nordens gegen den Süden, in Frage stellt. In Anbetracht
einer solchen barbarischen Invasion des Westens in ein Land der
Dritten Welt ist nicht nur jeder Kämpfer, nicht nur jeder Revolutionär,
sondern einfach jeder Mensch - wenn das Wort Mensch noch seine Bedeutung
hat - radikal und vollständig dagegen. Er wird alles tun, um
seine Ablehnung und seinen Ekel zu artikulieren.
Deshalb haben auch wir am Donnerstag, den 24. Januar, mit 4 Bomben
- die amerikanische City - Bank in Chalandri,
- die englische Bank Berkleys in Maroussi,
- das Büro des französischen Militärattaches in
Mets
- und die amerikanische City - Bank in Agia Paraskeui, die dort
allerdings nicht explodierte, angegriffen.
Außerdem haben wir am Sonntagabend mit einer 3,5 MM - Rakete
einen Angriff auf die American - Express in Panepimioustrasse,
sowie am Montagabend auf die Büros der englischen Ölfirma
BP in Chalandri gemacht.
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