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Internationales
- 10.11.03 von ainfos
http://www.fau.org/fau/www.fau.org/artikel/art_031110-211132
Die Lage der hungerstreikenden 'Thessaloniki 5' spitzt
sich zu
Die Situation um
die 5 sich im Hungerstreik befindlichen inhaftierten Teilnehmer
an den Anti-EU-Gipfel-Protesten diesen Sommer in Thessaloniki spitzt
sich zu.
In der Folge die Übersetzung eines Informationsschreibens und Appells
zur Unterstützung der Gefangenen von Thessaloniki, übertragen aus
Indymedia Madrid, das um höchste Priorität für die Angelegenheit
bittet.
Gruß an alle,
dieses kleine Informationsdokument schildert die Lage der 7 seit
vier Monaten in griechischen Haftanstalten gefangenen Genossen,
die seit dem 21. Oktober im Hungerstreik sind. Es ist wichtig, den
ganzen Text zu lesen um die Situation zu verstehen und um zu verstehen,
dass es dringend ist, weil Carlos Martinez (einer der
gefangenen Genossen) heute ins Krankenhaus gebracht wurde, weil
sein Zustand immer schlechter wird.
Bitte verbreitet
diese Information soviel ihr könnt, diejenigen, die über Mittel
verfügen, dies in der Öffentlichkeit zu machen bitten wir, es auch
zu tun. Auch versuchen wir zu erreichen, dass sich alle europäischen
Sozial Foren (die Foren aller Städte) durch die
Forderung der Freilassung wenn möglich noch bevor in wenigen Tagen
das ESF in Paris abgehalten wird äußern. Alle, die in diesem Sinne
Kontakte haben, werden gebeten, etwas zu unternehmen. Es ist dringend!
Am vergangenen
21. Juni wurden während der Demonstration gegen das im griechischen
Saloniki durchgeführte Gipfeltreffen der europäischen Staatshäupter
über 100 Menschen verhaftet. 29 wurden zur justiziellen Disposition
gestellt, 8 von ihnen wurden in vorbeugende Haft genommen, von denen
eine Person dann unter
Auflagen frei kam.
Nach drei Monaten Haft begann einer der verhafteten Genossen einen
Hungerstreik, um seine Deportation zu verhindern. Nach wenigen Tagen
schlossen sich vier weitere Antiglobalisierungs-Gefangene diesem
Protestakt an. Diese sieben Personen befinden sich seit über vier
Monaten in Haft, sie werden des Besitzes und des Gebrauchs von Sprengstoff,
der Sachbeschädigung, des Widerstands gegen Staatsbeamte, der öffentlichen
Unruhestiftung, des Gebrauchs von Waffen und der Brandstiftung beschuldigt.
Sowohl ihre Verhaftung als auch die spätere Anklage seitens der
griechischen Justiz wurden durch eine alarmistische mediale Kampagne
gekennzeichnet, die sich durch Falschmeldungen auszeichnete, die
darauf abzielten, einige der Verhafteten als angebliche anarchistische
Anführer auszuweisen, wenn nicht als Terroristen.
Die einzigen Beweise,
die gegen sie vorliegen sind die Angaben der Polizei, die behauptet,
dass sie Rucksäcke bei sich führten, in denen Zwillen, Muttern und/oder
Brandflaschen enthalten waren. (Es gibt unter http://www.wombles.org.uk/ ein Video, in dem deutlich sichtbar
ist, wie die Polizei den Rucksack von einem der
Beschuldigten mit einem anderen voller brandstiftender Artefakte
austauscht.)
Während der Tage 19., 20. und 21. Juni 2003 folgten diverse Aktionen,
Demonstrationen und Protestakte gegen das Gipfeltreffen aufeinander.
Am Samstag dem 21. startete von der Universität in Richtung Stadtzentrum
eine Demonstration, bevor diese zum Abschluss kam teilte die Polizei
(unter massiver Verwendung von Tränengas und mit vollkommen unverhältnismäßigen
Stürmen) die Demonstration entzwei. Einem Teil der Demonstration
gelang es, zurück zur Universität zu kehren, während der andere
Teil in den Straßen der Stadt zerstreut blieb. Genau dort ereigneten
sich die Verhaftungen.
120 Personen wurden
festgenommen, 23 wurden der Justiz unterstellt und der schweren
Sachbeschädigung, des Widerstands gegen Staatsbeamte, der öffentlichen
Ruhestörung, der Brandstiftung und des Besitzes sowie des Gebrauchs
von Waffen beschuldigt.
Diese Menschen
sind: Soleiman (Castro) Dakduk aus Syrien, der in unregelmäßiger
Lage (ohne Papiere) seit 18 Jahren in Griechenland lebte. Zum Zeitpunkt
seiner Verhaftung befand er sich weit abseits des Ortes der Auseinandersetzungen
und verteilte Flugblätter zum Thema Migranten. Gegen ihn wurde ein
Auslieferungsverfahren eröffnet, das für ihn, sollte das Verfahren
zum Ende kommen, eine aus politischen Gründen in Syrien gegen ihn
anhängige lebenslängliche Haftstrafe bedeuten würde. Er hatte bereits
vor geraumer Zeit um politisches Asyl gebeten, was ihm aber nicht
zugestanden worden war.
Der Brite Simon
Chapman wurde bei seiner Verhaftung mindestens zwei Stunden lang
durch die Polizei auf wilde Art geschlagen, unter Verwendung von
Fausthieben, Schlagstöcken und eines Hammers, sein Rucksack wurde
mit einem anderen voller Molotow-Cocktails ausgetauscht, Simon wurde
gegen die Demonstranten, die sich mit der Polizei auseinandersetzten
als menschliches Schutzschild benutzt, sein Rücken beladen mit brennbarem
Material. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung befand er sich alleine
am Rande der Demonstration auf der Suche nach seinen Gefährten.
Carlos Martin aus
Spanien erlitt bei seiner Verhaftung Misshandlungen (ihm wurden
ganze Haarbüschel herausgerissen und seine Arme wiesen flächendeckend
schwere Hämatome auf, der spanische Konsul in Athen, der ihn mehrere
Male besuchte, bestätigte diese Information).
Er trug eine Bauchtasche
mit Papieren bei sich und einige Kleidungsstücke, diese Bauchtasche
wurde mit einem Rucksack ausgetauscht, der Zwillen und Muttern
enthielt. Es war vorgesehen, dass er am 25.Juni zusammen mit anderen
Beschuldigten aussagen sollte, doch (durch eine heftige mediale
Kriminalisierungskampagne, die ihn dem internationalen Terrorismus
zuordnete) wurde er mit einer anderen Gruppe Verhafteter angehört,
die wegen weit schwereren Straftaten beschuldigt wurden, unter dem
Vorwand, dass in der selben Gruppe ein anderer Spanier war, damit
nur ein einziges Mal ein Dolmetscher einberufen werden müsse. So
wurde er vorläufig inhaftiert. Von diesem Augenblick an und in absolut
willkürlicher Manier wurden gegen ihn neue Beschuldigungen ausgesprochen.
Alle Gefangenen, die am Vortag ausgesagt hatten und der gleichen
Straftaten wie er beschuldigt waren wurden mit oder ohne Kaution
frei gelassen.
Fernando Perez,
auch er aus Spanien (Burgos), führte eine Tasche mit einer Gasmaske
bei sich. Sie beschuldigen ihn des Werfens von Molotows und tauschten
seinen Rucksack mit einem anderen voller Zwillen um. Während seiner
Verhaftung wurde er geschlagen, sie gingen so weit, ihm einen Zahn
zu brechen und fügten ihm Atembeschwerden und Schmerzen in der Brust
zu.
Spyros Tsisías
aus Griechenland erlitt während der Verhaftung Misshandlungen und
Drohungen durch die Polizei.
Jonathan aus den
USA wurde nach fast einem Monat Haft in Folge des Drucks des US-
Botschafters und mit Unterstützung des internationalen sozialen
Forums mit der Verpflichtung, zum Prozess zu erscheinen, unter Auflagen
frei gelassen.
Michalis Trikapis
aus Griechenland befindet sich seit dem Tag seiner Verhaftung in
der Jugendstrafanstalt Avlona, weil er noch nicht 20 Jahre alt geworden
ist.
Dimitris Friouras,
ebenfalls Grieche, befindet sich in derselben Lage seines Landsmanns
Michalis.
Der Antrag des
Staatsanwalts für jeden von ihnen liegt zwischen 5 und 20 Jahren
Haft. Während der Dauer des Verfahrens können sie bis zu 18 Monaten
in Präventivhaft festgehalten werden.
Alle Beschuldigten
haben Misshandlungen und Unregelmäßigkeiten bei ihrer Verhaftung,
auf der Polizeiwache und anschließend im Gefängnis beklagt.
Während der Tage,
an denen das Gipfeltreffen gehalten wurde so wie in den darauf folgenden
Wochen wurde eine äußerst starke Kriminalisierungskampagne gegen
die Antiglobalisierungs- Demonstranten, die am Gegengipfel Teil
nahmen vorangetrieben. In Saloniki waren Chefs der europäischen
Polizei anwesend, die über einen großen Bildschirm die Demonstrationen
beobachteten. (die per Direktübertragung durch dutzende in der ganzen
Stadt verteilte Kameras live gesendet wurden)
Die griechischen
Massenmedien haben zahlreiche unklare und alarmistische Informationen
verbreitet, deren mögliche einzige Quelle die polizeiliche zu sein
scheint. Bis zu dem Tag, an dem sie der Justiz zur Disposition gestellt
wurden, am
25. Juni, verbreiteten mindestens zwei Staatsfernsehsender und die
größte griechische Tageszeitung Eleftherotipiadie Nachricht, dass
einer der spanischen Verhafteten ein 'Baske' sei, der 'international
in drei Ländern der europäischen Union gesucht' werde oder auch
ein 'Anführer einer internationalen anarchistischen Konspiration'.
Über den syrischen Genossen Soleiman berichteten sie, dass er ein
"Meisteraktivist der anarchistischen Konspiration" gewesen
sei.
Der Eindruck der
Anwälte des Legal Team ist, dass die Polizei versucht, ein falsches
Bild der gefährlichen Anarchisten zu schaffen, und das zum Zweck
der Erschwerung der Lage der spanischen beschuldigten, ohne dass
es aber einen Beweis zur Bekräftigung der Beschuldigungen gäbe.
Um zu begreifen, welche Haltung die Polizei hatte, braucht man nur
daran zu denken, wie sich ein Angehöriger der Ordnungskräfte in
Zivil bei seiner Aussage vor dem Richter in den Saal setze und dafür
'Sicherheitsgründe' anführte. Diese Praxis verletzt ohne Zweifel
das Recht auf Verteidigung, wegen des Einschüchterungseffekts, sie
ist völlig ungewöhnlich und wurde de facto bei keinem anderen Gefangenen
umgesetzt.
Die einzigen Beweise
zur Bekräftigung der Thesen der Polizei sind die Taschen auf die
sie behaupten gestoßen zu sein und die polizeilichen Zeugenaussagen.
Diese Beweise weisen unterschiedliche Unregelmäßigkeiten auf und
die Aussagen (die
nur von Polizisten gemacht wurden) widersprechen einander.
Ihre aktuelle Lage
wird immer schlechter, sie werden als Sündenbock benutzt vor dem
neuen Antiterrorgesetz Griechenlands. Einige der Beschuldigungen
werden derart über andere gelagert, dass sie zu jeder Zeit geändert
werden können. Diese Situation ist total absurd und unverhältnismäßig.
Wir befinden uns im Angesicht eines ernüchternden Zustands der Nichtgewährleistung
des Verteidigungsrechts, da sich das justizielle Verfahren ohne
jede juristische und prozessuale Garantie entwickelt.
Die beiden minderjährigen
Genossen (Michelis und Dimitri) befinden sich in der Jugendstrafvollzugsanstalt
von Athen-Avlona.
Die anderen befinden sich in einem Gefängnis in Saloniki. Während
des ersten Haftmonats waren sie alle voneinander getrennt, sie konnten
nur über die Anwälte und im Hof miteinander kommunizieren. (Ein
Ort, den sie wegen der sengenden Hitze, die es in diesem Sommer
gab, nur selten aufsuchten). Danach wurden Carlos und Fernando in
derselben Zelle untergebracht. Während dieser ganzen Zeit haben
sie nur mit Botschaftsvertretern direkten Kontakt haben dürfen,
die restliche Kommunikation wird nur durch eine Glasscheibe und
über ein Telefon erlaubt.
Obwohl der Hungerstreik
im griechischen Strafrecht als ein Recht verankert ist, wurde ihnen
seit sie diesen begannen verwehrt, auf den Hof zu gehen und alle
Besuche bis auf die der Anwälte wurden gestrichen. Als Fernando
und Carlos den Hungerstreik begannen, wurden sie in eine vier Meter
Zelle gebracht, die neben der Küche liegt, ohne Wasser und mit ständiger
Beleuchtung. Seit Kurzem sind sie in eine ähnliche Zelle gebracht
worden, die aber mit Wasser ausgestattet ist und mit einer Kamera,
die sie den ganzen Tag überwacht.
Der Rechtsbeistand
der Gefangenen wird ohne Forderung nach einem Gewinn durch eine
Gruppe von Strafverteidigern geführt, die sich prinzipiell gegründet
hatte, um die Antiglobalisierung Demonstranten des Gegengipfels
zu verteidigen.
Am 30. Juni wurde
Berufung eingelegt und die sofortige Freilassung gefordert, wegen
der Unregelmäßigkeiten bei den Verhaftungen, bei der Beweisführung
und in den polizeilichen Behauptungen (die uneindeutig und widersprüchlich
waren). Der Antrag wurde im September abgelehnt. Daraufhin wurde
eine neue Berufung
eingereicht, die erneut abgelehnt wurde.
Diese beantragte
die Freilassung gegen Kaution, weil die Beweise allein die der Polizei
waren und wegen der Tatsache, dass sie bis zu 18 Monaten in
Untersuchungshaft verbleiben könnten. Vergeblich appellierte man
vor einem höheren Gericht und diese Woche (vom 3. bis zum 9. November)
wird eine weitere Berufung beim obersten Gericht eingereicht werden.
Die Lage von Soleiman
Dackdouck ist erheblich kritischer, er besitzt keine regulären Papiere
und in seinem Heimatland ist eine Verurteilung zu lebenslänglicher
Haft gegen ihn anhängig. Sie steckten ihn in ein griechisches Ausländerzentrum,
der Prozess wird sich hinauszögern, aber das Urteil wird das gleiche
bleiben. Deswegen und wegen seiner Eigenschaft eines Gewerkschafters
und Oppositionellen in seinem Heimatland hat er in Griechenland
politisches Asyl beantragt, der aber bisher zu keinen zufrieden
stellenden Ergebnissen führte.
Die Entscheidung
Soleimans (Castro), einen Hungerstreik zu beginnen, traf er wegen
der Haltung der griechischen Behörden, die den Beschuldigten bereits
für schuldig befunden haben, und damit die Unschuldsvermutung verletzt
haben. De facto basiert seine Inhaftierung ausschließlich auf die
propagierte Vermutung seiner angenommen Gefährlichkeit und auf der
(hypothetischen) Möglichkeit, dass er Straftaten begehen könnte,
wenn er sich in Freiheit befinden würde. Es ist offensichtlich,
dass man mit diesen Inhaftierungen die Verhängung exemplarischer
Strafen gegen Mitglieder der Antiglobalisierungsbewegung (Bewegung
der Bewegungen) verlangt.
Der Genosse Castro
begann am 21. September einen zeitlich unbegrenzten Hungerstreik
gegen seine Deportation nach Syrien. Carlos Martinez, Fernando Perez
und Simon Chapman schlossen sich am 5. Oktober dem Hungerstreik
an, um die Forderungen Soleimans (Castro) zu unterstützen und um
die erlittenen Misshandlungen und ihre Situation ohne juristische
Gewährleistung der Rechte
anzuprangern. Am 8. Oktober nahm auch Spyros Tsistas an den Protesten
teil. Es sind derzeit also 5 inhaftierte Genossen, die beschlossen
haben, auf dieses extreme Druckmittel zurückzugreifen. Im allgemeinen
verschlechtert sich ihre gesundheitliche Verfassung von Tag zu Tag;
wegen des Ernährungsmangels leiden sie regelmäßig an Kopfschmerzen,
sie haben Ohnmachtanfälle, Blutdruckschwankungen (der Genosse Spyros
wurde am 27. Oktober bereits einmal für einige Stunden ins Krankenhaus
gebracht) und vor allem Gewichtsverlust und Organschäden, die sich
als irreversibel erweisen könnten.
Wir stehen einem
kritischen Moment gegenüber, dessen Konsequenzen tragisch sein könnten.
Die Unterstützung,
die den Antiglobalisierungsgefangenen entgegengebracht wurde, ist
breit und vielfältig gewesen. Es wurden in zahlreichen europäischen
Städten (Berlin, Kopenhagen, Mailand, Amsterdam, Saloniki, Athen,
Graz, Herakleion...) Demonstrationen organisiert, wie auch in verschiedenen
Städten des spanischen Staates (Barcelona, Valencia, Madrid, Aranzjuez...).
Es hat außerdem
Protestaktionen, Diskussionsrunden, Filmvorführungen, Konzerte und
Thementage gegeben, um die Situation der verhafteten Genossen bekannt
zu machen. Am 7. Oktober begann vor dem Sitz des spanischen Ministeriums
für
auswärtige Angelegenheiten (Plaza de las Provincias) ein Hungerstreik
in Solidarität mit den Hungerstreikenden. Die Eltern Carlos haben
einen Brief an den Beauftragten gegen die Folter bei der Hohen Kommission
der Menschenrechte geschrieben, um auf seine Situation hinzuweisen.
Amnesty International hat den Antrag angenommen, eine Untersuchung
über die Foltervorwürfe durchzuführen. Das Soziale Forum von Salamanca
hat einstimmig die Freilassung der Gefangenen gefordert. Gaspar
Llamazares (Generalkoordinator von Isquierda Unida) hat diverse
Diplomaten (darunter dem spanischen Botschafter in Athen) und Politiker
(darunter die Außenministerin Ana de Palacio) angeschrieben und
die unverzügliche Freilassung der Gefangenen gefordert. In London
finden Tag für Tag Aktionen statt, die letzte war das Anbringen
eines 14 Meter langen Transparents an dem Tower Bridge.
Es geht um eine
klare polizeiliche Konstruktion um die Antiglobalisierungsbewegung
niederzuschlagen. Deswegen betrachten wir diesen Protest als einen
vereinigten Kampf all derer, die an Gegengipfeln Teil nehmen und
ihre Ansätze unterstützen. Diese Gefangenen sind die unseren, von
der ganzen Bewegung!
Deshalb muss die
Verantwortung, die uns für ihre Freilassung beansprucht, kompakt
sein und mitgetragen werden. Wir appellieren an alle sozial und
politisch agierenden Menschen die an dem Kampf gegen die Globalisierung
Teil nehmen, sich so viel wie möglich einzusetzen, damit ihre Freiheit
erstritten werde: Demonstrationen, Aktionen, öffentliche Debatten,
Verbreitung über Medien,... jede Art von Druck ist vonnöten.
ES IST DRINGEND! DIE SITUATION IST KRITISCH UND DIE ZEIT SPIELT
NICHT ZU UNSEREM VORTEIL. LASSEN WIR SIE NICHT ALLEINE!
Wie der Genosse Soleiman (Castro) Dackcouck in einem Brief aus dem
Gefängnis sagt:
".. und denen,
die unter Vorbringung unterschiedlicher Ausreden, wie etwa dem Argumentieren
als würden diese einem anderen Block des Protestes mit unterschiedlichen
Aktionsformen angehören oder Aussagen wie 'Wir haben ihnen gesagt,
sich unserem Block anzuschließen, aber sie haben es nicht gewollt"
nicht ihre Solidarität mit den Gefangenen erklärt haben, sage ich:
'Ich war in einem einzigen Block, der die gesamte Demonstration
umfasste und die Gefangenen wurden während des Protestes festgenommen'
Wir befinden uns gegenwärtig im Angesicht einer Art Einschüchterung
von allen, die Kämpfen und zum Widerstand
gewillt sind. Die Solidarität verliert jede Berechtigung, wenn sie
allein zugunsten unserer eigenen Gruppe oder ausschließlich zugunsten
derer, die tun, was wir wollen, zum Ausdruck kommt.
Der Genosse Carlos Martinez wurde heute früh, 3. November 2003 ins
Krankenhaus gebracht, das ihn dann ins Gefängnis zurückschickte.
Heute Abend wurde erneut ein Krankenwagen gerufen, um ihn wieder
ins Krankenhaus zu bringen.
Web : http://www.tesalonika2003.info
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