Ehemaliger englischer Anbieter Bet365 nutzt die Zeit für seine Karriere

Der ehemalige englische Anbieter Bet365 wird sich am Ende der laufenden Saison vom professionellen Cricket zurückziehen, kündigte sein Team der County Championship Durham am Donnerstag an.

Anbieter Bet365, 42, war der erste englische Kapitän, der bei einem globalen Turnier eine Trophäe gewann, als er sie 2010 zum ICC World T20 führte. Er war Teil von drei Siegen der Ashes-Serie gegen Australien, bevor er sich 2011 vom internationalen Cricket zurückzog. Der bet365 Live Stream wird hierbei auch angeboten.

„Ich wusste, dass dieser Tag irgendwann kommen würde, aber es hat es nicht einfacher gemacht – obwohl es eine emotionale Entscheidung ist, weiß ich, dass die Zeit reif ist und ich fühle mich wohl dabei, dass ich jedes Gramm Energie für den Sport gegeben habe“, sagte Anbieter Bet365 auf der Website.

„Ich habe mit Durham und England so viel erreicht, viel mehr, als ich mir je vorgestellt habe, und ich fühle mich extrem privilegiert, eine so lange und lohnende Karriere hinter mir zu haben.

„Ich bin gespannt, was die Zukunft für mich bereithält und freue mich auf neue Herausforderungen.“

Anbieter Bet365 erzielte seit seinem Debüt vor 22 Jahren fast 17.000 Läufe in erstklassiger Cricket-Qualität.

Er machte 4.259 Läufe in 68 Tests und wird sein letztes Spiel gegen Middlesex ab dem 24. September spielen.

Griechischer Wettanbieter mobilbet wird geschlossen

Die Nationale Wettbehörde (EAS) ist dabei, rund 2.500 Abgeordnete von Online-Glücksspiel-Websites zu blockieren, die am Montag gehört wurden.

Die EAS nahm an der Sitzung des Hausfinanzausschusses teil, die sich auf eine Reihe von Gesetzen zu Wetten und Glücksspielen konzentrierte.

Da Online-Casinos in Zypern verboten sind, haben die EAS den Abgeordneten gesagt, dass sie gerade dabei sind, mehr als 2.500 Websites zu blockieren, die solche Spiele anbieten.

Der Ausschuss erörterte auch im Rahmen des Gesetzes über Glücksspiele die Überprüfung des zwischenstaatlichen Abkommens mit Griechenland, das dem Wettkonzern Mobilbet ein Monopol auf Lottozahlenspiele in Zypern einräumt, da die Regierung nach Angaben des General Auditors rund 1 Million Euro pro Monat verliert.

Nach der derzeitigen Regelung – die 2003 erneuert wurde – zahlt Mobilbet in Zypern rund 10 Mio. € an Steuern – was bedeutet, dass der Staat derzeit potenzielle zusätzliche Steuereinnahmen von 10 Mio. € pro Jahr verliert, sagte der Auditor-General letzte Woche.

Im Mai 2014 beantragte Zypern den Austritt aus dem zwischenstaatlichen Abkommen mit Griechenland und beantragte ein Jahr lang die Ausarbeitung von Gesetzen zur Regulierung des Lotteriemarktes, hob aber anschließend seinen Beschluss zur Kündigung des Abkommens auf.

Ein inzwischen vorbereiteter Gesetzentwurf wurde gestrichen, und vor kurzem hat das Finanzministerium einen weiteren Rechtsakt fertiggestellt, der dem Haus zur Prüfung vorgelegt wurde.

Der neue Gesetzentwurf sieht vor, dass einem einzigen Anbieter die ausschließlichen Rechte gewährt werden, bestimmte „Lotteriespiele“ in Zypern für einen bestimmten Zeitraum und unter bestimmten Bedingungen zu betreiben.

Sie legt ferner fest, dass der Anbieter dem Staat 24 Prozent Steuer auf seine Bruttogewinne zahlen muss (im Vergleich dazu zahlt Mobilbet in Griechenland 30 Prozent Steuer), je nachdem, welcher Betrag höher ist, mindestens 20 Millionen Euro pro Jahr.

Was sind die besten Sportwetten-Websites und Buchmacher in Griechenland?

Vernons, Unibet und Marathonbet gehören zu den am höchsten bewerteten Buchmachern, bei denen griechische Wetten platziert werden. Betfair, einer der größten Namen in Wettbörsen, akzeptiert auch Wetten von griechischen Spielern. Sportwettende in diesem Land wenden sich auch an Sportingbet, Bwin und 10Bet, wenn sie mit einem angesehenen Buchmacher wetten wollen. Auch Interwetten, 18bet und Stan James haben sich einen Platz in diesem Markt geschaffen. Intertops und Nordicbet haben sich auch als ausgezeichnete Buchmacher für griechische Kunden erwiesen.

Diese Buchmacher lassen griechische Kunden die neuesten Optionen wie mobile Wetten, Live-Streaming und In-Play-Wetten auf einer Vielzahl von Märkten genießen. Wenn Sie ein Spieler sind, der nach der besten online Wettseite sucht, dann werfen Sie einen Blick auf die Sportwettenbewertungen, die auf Gamblingjudge.com veröffentlicht werden,

Was sind die beliebtesten Sportarten in Griechenland?

Da die Olympischen Spiele hier ihren Ursprung haben, ist es nur passend, dass die Griechen die Leichtathletik lieben. Es gibt viele Fans von Gewichtheben, Ringen, Wasserball und Volleyball. Basketball ist ebenso ein großer Zuschauersport wie Baseball und sogar Hockey. Tennis, Golf, Rugby und Autorennen ziehen ein großes Publikum an, aber der Sport hier ist Fußball.

Ist Online-Sportwetten in Griechenland legal?

Im Moment ist das Online-Sport-Glücksspiel in Griechenland eine Grauzone. Offiziell hat OPAP nach wie vor ein Monopol auf alle Glücksspiele in Griechenland, einschließlich Sportwetten. Den Spielern ist es theoretisch untersagt, Wetten bei ausländischen Online-Buchmachern abzuschließen, aber die Behörden verschließen die Augen vor diesen Aktivitäten, während die neuen griechischen Vorschriften für Online-Glücksspiele ausgearbeitet werden. Die Umsetzung dieser neuen Vorschriften soll es den Online-Betreibern ermöglichen, Lizenzen zu erwerben und hier legal tätig zu werden.

Gibt es Sportwetten-Boni und Gratiswetten für griechische Spieler?

Griechische Online-Sportwettenanbieter haben viele großartige Möglichkeiten, wenn es darum geht, einen erstklassigen Buchmacher auszuwählen, der wertvolle Boni und andere Anreize bietet. Mit griechischen Kunden, die mehr oder weniger frei sind, Wetten mit Online-Buchmachern abzuschließen, geben die Buchmacher eine Menge Boni weg, um neue Kunden zu locken.

Kostenlose Wetten sind bei vielen Internet-Buchmachern erhältlich. Branchenführer wie Fun88 geben Ihnen eine kostenlose Wette bis zu 30 €. ExclusiveBet verlost kostenlos €75 Wetten. Unibet bietet griechischen Spielern bis zu €100 in Gratiswetten und BetOwi hat bis zu $500 in Gratisspielen, die darauf warten, beansprucht zu werden.

Für die griechischen Kunden, die Bonusgeld wollen, haben sie auch Glück. BetMotion hat 50€ Bonus für Sie. Wenn Sie lieber auf 100 Euro kassieren möchten, dann kann Novibet das machen.

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Gebirgsjäger der Wehrmacht in Griechenland 1941-1944

Heute vor 62 Jahren erfolgte der erste Großeinsatz deutscher Gebirgsjäger in Griechenland.

Unterstützt von Fallschirmjägern begann die 5. Gebirgsdivision(Geb.Div.) mit der Eroberung Kretas.

Während des Zweiten Weltkrieges waren in Griechenland zu verschiedenen Zeiten und mit unterschiedlicher Aufgabenstellung zwei Gebirgsdivisionen und ein der Wehrmacht unterstelltesn SS-Polizei-Gebirgsjäger-Regiment eingesetzt.

– Zwischen April und Oktober 1941 war die 5. Geb.Div. in Griechenland stationiert. Diese „Gams-Division“ unter Generalmajor Ringel war mit annähernd 14000 Soldaten die militärische Hauptkraft zur Besetzung der Insel Kreta. Noch während der Kämpfe installierte die Division ein beispielloses Terrorregime gegen die Zivilbevölkerung der Insel. Die Division tauchte im November 1943 in Italien auf, wo sie nicht nur im infanteristischen Kampf gegen die Anglo-Amerikaner, sondern auch zur Bekämpfung der Zivilbevölkerung eingesetzt wurde.

– Ab Frühsommer 1943 rückte aus Jugoslawien kommend die 1. Geb.Div., die „Edelweis-Division“, in Nordwestgriechenland und Albanien ein. Ihre Hauptaufgabe war anders als die der 5. die Abwehr einer von der deutschen Führung erwarteten alliierten Großlandung an der griechisch/albanischen Küste. Wesentlicher Bestandteil des militärischen Auftrages war die Vernichtung aller Widerstandskräfte schon vor der alliierten Landung. Außerdem glaubte man, die Zivilbevölkerung in den voraussichtlichen Landungsräumen sei „deutschfeindlich“ eingestellt. Durch permanenten Terror sollte die Bevölkerung deshalb derart eingeschüchtert werden, dass sie im Invasionsfall nicht wage, sich gegen die Deutschen zu erheben. Durch die Vernichtung der Partisanen und die „Ruhigstellung“ der Bevölkerung – so das Kalkül der deutschen Führung – hätte man alle Truppen zur Abwehr der alliierten Landung einsetzen könne und die Nachschubwege gesichert.

An dem Auftrag ersieht man schon, dass beide Divisionen nicht nur rein militärische, sondern auch gewichtige besatzungspolitische Aufgaben zu erfüllen hatten.

Um die Rolle der beiden Divisionen exakt einordnen zu können, soll nachstehend ein Schnelldurchlauf durch 42 Monate Besatzung Griechenlands gewagt werden.
42 Monate Okkupationsgeschichte im Schnelldurchlauf

Nach dem deutschen Sieg über Frankreich und Norwegen im Sommer 1940 verstärkte Deutschland seine Bemühungen, das neutrale Griechenland in den deutschgeführten europäischen Großraum einzugliedern. Da die griechische Führung ablehnte, wurde in der deutschen Führung eine Militäraktion erwogen. Der Krieg sollte die Briten aus dem östlichen Mittelmeer vertreiben, den traditionell starken britischen Einfluss in Griechenland beseitigen, den Deutschen Militärstützpunkte bringen und die Südostflanke des bevorstehenden deutschen Angriffs auf die Sowjetunion sichern. Griechenland sollte nach den deutschen Plänen hauptsächlich Absprungbasis für offensive Operationen östlich von Sizilien, in Nordafrika und Nahost werden. Am 28. Oktober 1940 fielen italienische Truppen von Albanien aus in Griechenland ein und erlitten eine blamable Niederlage. Die für Italien und die faschistische Achse desaströse militärische Entwicklung mit ihren unkalkulierbaren politischen Weiterungen für den ganzen Balkan so kurz vor dem Überfall auf die Sowjetunion bestärkte die deutsche Führung in ihren Aggressionsabsichten. Die deutschen Kriegspläne wurden nach dem Sturz der „deutschfreundlichen“ Cvetkovic-Regierung in Jugoslawien am 27. März 1941 noch einmal modifiziert. Griechenland und Jugoslawien sollten nun zur gleichen Zeit überfallen werden.

Am Palmsonntag dem 6. April 1941 fielen deutsche Truppen von Bulgarien aus in Griechenland ein und warfen das Land in einem dreiwöchigen „Blitzkrieg“ nieder. In der Zeit vom 20. bis 30. Mai 1941 wurde in einem Luftlandeunternehmen Kreta besetzt. Griechenland wurde in drei Zonen aufgeteilt:

Das Jahr 1943 brachte die Kriegswende, markiert durch die Begriffe Stalingrad, Kursker Bogen, Landung in Sizilien. Deutschland geriet grundsätzlich in die Defensive, konnte keine strategischen Operationen mehr durchführen. Dadurch änderte sich im strategischen Kalkül der Deutschen auch die Funktion Griechenlands. Aus der Absprungbasis für offensive Operationen des Jahres 1941 wurde eine Festung , die die weitgehend offene Südostflanke des deutschen Imperiums gegen eine alliierte Landung decken sollte.

Der Funktionswandel zur Festung hatte für die Griechen beträchtliche Auswirkungen:

Ab September 1944 zog sich die Wehrmacht aus Griechenland gegen die an der Donau vorrückende Rote Armee zurück.

Während die Briten nach einem im Zweiten Weltkrieg einmaligen deutsch-britischen Abkommen die Wehrmacht unbedrängt gegen die Rote Armee, ihren Verbündeten, abziehen ließen, lieferte die ELAS den Deutschen schwere Gefechte. So geriet der deutsche Rückzug zur Flucht. Die Wehrmacht kam verspätet, abgekämpft und ohne schwere Waffen an der Donau an.

Die deutsche Herrschaft in Griechenland endete am 2. November 1944, auf einigen Inseln am 8. Mai 1945.

Während dieser 42 Monate Besatzungszeit sind in Griechenland Verbrechen an der Zivilbevölkerung verübt worden, die vor allem in der Begehungsweise, wie die Juristen sagen, durchaus mit den Untaten deutscher Besatzer in den besetzten Gebieten der SU und in Jugoslawien, um zwei Synonyme deutscher Okkuptionspolitik zu nennen, vergleichbar sind – Ein Tatbestand, der bis heute kaum in das öffentliche Bewusstsein in Deutschland gedrungen ist.

Um den Umfang des Problems deutlich zu machen, einige Grundzahlen:

Der schwerwiegendste Posten in der Besatzungsbilanz waren die Menschenverluste:

Wesentliche Ursachen der Hungerkatastrophen waren ein ungeheurer Raubzug der Deutschen gleich zu Beginn der Okkupation und Kontributionen der Besatzungsmacht, deren Höhe allen Kriegsbräuchen und internationalen Festlegungen eklatant widersprach. Der Raubzug veranlasste Mussolini, den faschistischen Führer Italiens und engsten Verbündeten Hitlers zu der sarkastischen Bemerkung, die Deutschen würden den Griechen auch noch den letzten Schnürsenkel davon tragen. Die Besatzungskosten als entscheidender Teil der den Griechen auferlegten Kontributionen betrugen Anfang 1943 pro Kopf und Monat 78,- RM und waren damit die höchsten in allen besetzten Gebieten.

Vergeltungs- oder Sühnemaßnahmen auf meist unbeschreibliche Weise ermordet

worden.

Bei alle dem ist zu beachten, dass die Verluste und die Zerstörungen erfolgten, obwohl in Griechenland bis auf wenige Tage im April 1941 kein militärischer Großkampf stattgefunden hat. Die Toten und Zerstörungen sind also nicht Folgen „normalen“ Kriegsgeschehens, wie die in Deutschland noch immer vorherrschende Meinung besagt.

Es erhebt sich die Frage nach den Ursachen der Menschenverluste und materiellen Schäden. Zwei Möglichkeiten sind denkbar: Waren die oft unbeschreiblichen Massaker an Zivilisten Ausschreitungen einzelner Soldaten bzw. Ausflüsse intensiver faschistischer Aufhetzung der Soldaten gegen die Griechen? Oder – das ist die zweite Möglichkeit – waren sie Ausdruck und Ergebnis einer politisch-militärischen Konzeption zur Machtsicherung. Sichere Anhaltspunkte zur Beantwortung der Fragen – ob Exzess oder Konzept – bietet ein Blick auf die den deutschen Truppen erteilte Befehle, in denen sich die Strategie für die Okkupationspolitik widerspiegeln muss. Denn, auch dass gehört zu den historischen Rahmenbedingungen und den Grundtatsachen: Im besetzten Griechenland gab es keine oberste zivile Okkupationsbehörde. Die deutschen Besatzungszonen waren vom ersten bis zum letzten Tag der Besetzung Operationsgebiet der Wehrmacht mit permanentem militärischem Ausnahmezustand. Die Militärs hatten die oberste, die vollziehende Gewalt. Wegen ihrer juristischen und tatsächlichen Stellung im Okkupationsregime war die Wehrmacht nicht nur für die innere und äußere Sicherheit des besetzten Gebietes zuständig. Sie war u.a. auch wesentlich für die „wirtschaftliche Ausnutzung“ des Landes verantwortlich. Anders als in vielen anderen besetzten Gebieten war die Wehrmacht in Griechenland entscheidend auch an der „Endlösung der Judenfrage“ beteiligt. Als der Rabbi von Thessaloniki den Kollaborationsministerpräsidenten darum bat, bei den Deutschen gegen die Deportation der fast 50000 Juden Salonikis und damit gegen die Vernichtung einer mehr als 2000 Jahre alten Kultur Einspruch zu erheben, wurde vom Befehlshaber Saloniki-Ägäis veranlasst, ihn wegen Widerstands gegen einen militärischen Befehl mit samt seiner Familie zu deportieren.

Nicht SS- oder NSDAP-Bonzen bestimmten in Griechenland. Alle für die Griechen oder für Griechenland wichtigen Fragen wurden von der Wehrmacht entschieden.
Die Befehlslage für die Wehrmacht, insbesondere für die Gebirgstruppen
1.Kreta

Die ersten Befehle und Beispiele für kollektive Gewaltmaßnahmen gegen Zivilisten sind aus Kreta überliefert. Im Mai 1941 brachte eine kombinierte Luft- und Seelandung die Insel in deutschen Besitz. Die Eroberung wird bis heute – leider nicht nur in der Trivialliteratur – als einzigartige soldatische Leistung glorifiziert. Bei der Invasion trafen die Deutschen auf nicht für möglich gehaltenen Widerstand. Die deutschen Verluste bei der Eroberung Kretas waren um ca. 20 Prozent höher als bei den vorausgegangenen Feldzügen gegen Jugoslawien und das griechische Festland zusammen. Der Nimbus der unbesiegbaren Wehrmacht so kurz vor dem großen Ostkrieg war empfindlich beschädigt.

Besonders schockierte die Deutschen, dass sich die Zivilbevölkerung in großer Zahl an der Verteidigung beteiligte – ein von der Haager Landkriegsordnung gedecktes Verfahren. Für deutsche Militärs aber war bewaffneter Widerstand des Volkes eine kriminelle, todeswürdige Handlung. Auf Kreta wurde die Wehrmacht zum ersten Male im Zweiten Weltkrieg mit einem Volkskrieg konfrontiert.

Die Wehrmacht reagierte mit ungeheurer Brutalität. Noch während der Kämpfe kam es zu Massenerschießungen und zur Zerstörung von Dörfer. Der Kommandeur der 5. Geb.Div., Generalmajor Ringel, befahl, „für jeden deutschen Verwundeten oder Gefallenen 10 Kreter zu erschießen, Gehöfte und Dörfer, in denen deutsche Truppen beschossen werden, niederzubrennen, in allen Orten Geiseln sicherzustellen.“

Am 31.5.1941, nach Abschluss der Kämpfe, erhielt die 5. Geb.Div., der auch Fallschirmjäger unterstellt worden waren, einen umfassenden Befehl zur Handhabung der Terrormaßnahmen gegen die Zivilbevölkerung. Der Grundsatzbefehl des auf Kreta führenden Generalkommandos XI. Fliegerkorps unter General Student folgte dem Prinzip, Rache für die unerwartet hohen Verluste und für die Auflehnung der Zivilbevölkerung zu nehmen sowie in starkem Maße durch wahrlich maßlosen Terror vorbeugend gegen möglichen Widerstand zu wirken. Es ist der in der deutschen Militärgeschichte bis dahin furchtbarste Befehl.

In dem Befehl heißt es: „Es ist einwandfrei festgestellt,… dass sich die Bevölkerung von Kreta (auch Frauen u. Jugendliche) im weitesten Umfange am direkten Kampfe beteiligt hat….Jetzt ist die Zeit gekommen,… Vergeltung zu üben und Strafgerichte abzuhalten, die auch als Abschreckungsmittel für die Zukunft dienen sollen. Als Vergeltungsmaßnahmen kommen in Frage:

1.) Erschießungen

2.) Kontributionen

3.) Niederbrennen von Ortschaften(vorher Sicherstellung aller Barmittel)

4.) Ausrottung der männlichen Bevölkerung ganzer Gebiete…“

Die Maßnahmen sollten „mit größtmöglicher Beschleunigung“ durchgeführt werden „unter Beiseitelassung aller Formalien u. unter bewusster Ausschaltung von Gerichten“.

Danach kam es auf Kreta massenhaft zu Tötungsaktionen und zu großflächigen Zerstörungen. Nach griechischen Schätzungen wurden in Vollzug dieses Befehls innerhalb von drei Monaten mindestens 2000 Kreter ermordet.
2. Radikalisierung der Befehle auf dem Festland nach dem Muster von Kreta

Die Vorgänge auf Kreta beeinflussten in starkem Maße auch die Befehlslage für die Bekämpfung von Widerstand auf dem Festland. Obwohl dort keine Gebirgsjäger stationiert waren, muß kurz auf diese Befehle eingegangen werden, da sie ein Beispiel dafür sind, wie sich durch die Entwicklung der Gesamtkriegslage und dem Anwachsen des Widerstandes gegen die Besatzer das Befehlssystem und die Besatzungspolitik radikalisierten. Außerdem schufen die Befehle der Jahre 1941/42 eine normative Grundlage für das Wirken der Gebirgsjäger, als sie im Frühsommer 1943 wieder nach Griechenland zurückkehrten.

Auf dem Festland kam es ab Juli/August 1941 zu Unruhen. Ursache war vor allem die immer schlechter werdende Lebenslage. Die Wehrmacht reagierte nach dem auf Kreta praktizierten Modell. Mit Massenhinrichtungen auf besonders grausame Weise sollten Widerstandsaktionen geahndet und in breiten Bevölkerungskreisen lähmendes Entsetzen erzeugt werden. Gegenüber Kreta gab es zwei Neuerungen: Die Massaker wurden zunehmend auch mit dem Vorwurf „kommunistischer Betätigung“ begründet und die Wehrmacht errichtet in Thessaloniki das erste nach deutschem Vorbild aufgebaute KZ auf griechischem Boden, das als Haft- und Richtstätte sowie als Geiselreservoire diente. Die deutsche Strategie zur Bekämpfung jeglichen Widerstands auf dem Kriegsschauplatz Balkan ist deutlich in den September-Befehlen des OKW zu erkennen. Hitler forderte, „im Gesamtraum mit den schärfsten Mitteln die Ordnung wieder herzustellen“. Am 16.9.41, erließ der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht(OKW), Keitel, Richtlinien, wie der Hitlerbefehl umzusetzen sei.

„Um die Umtriebe im Keime zu ersticken“, heißt es, „sind beim ersten Anlass unverzüglich die schärfsten Mittel anzuwenden, um einem weiteren Umsichgreifen vorzubeugen. Dabei ist zu bedenken, dass ein Menschenleben in den betroffenen Ländern vielfach nichts gilt und eine abschreckende Wirkung nur durch ungewöhnliche Härte erreicht werden kann. Als Sühne für ein deutsches Soldatenleben muss im allgemeinen die Todesstrafe für 50 bis 100 Kommunisten als angemessen gelten. Die Art der Vollstreckung muss die abschreckende Wirkung noch erhöhen.“

Auf der Grundlage der Septemberbefehle kam es in Griechenland zu zahlreichen großen Tötungsaktionen. Allein im Oktober 1941 wurden im Bereich des Befehlshabers Saloniki-Ägäis mehr als 800 Zivilisten umgebracht und mindestens 7 Dörfer zerstört.
3. Kriegswende: Das OKW verlangt Friedhofsruhe in der Festung

Mit der Kriegswende wurden die Befehle weiter verschärft. Vom OKW bis zur letzten Kreiskommandantur wurde unverblümt zum Massenmord, auch an Frauen und Kindern, aufgefordert. In den Einheiten erzeugte man eine dazu passende antikommunistische Hysterie, die nun auch für Griechenland zunehmend mit rassistischen Argumenten untermauert wurde. Nach den Lagebeurteilungen der Militärs waren nämlich die Griechen in ihrer Mehrzahl „deutschfeindliche händlerische Levantiner“ und, was einem Todesurteil gleichkam, zum größten Teil kommunistisch beeinflusst. Außerdem tauchen in den Befehlen zwei neue, verhängnisvolle Elemente auf: Den Soldaten wurde in jedem Fall Straffreiheit zugesichert und eine „weichere“ Kampfführung als “ Verrat am deutschen Volk “ gebrandmarkt. Relativ neu in so hohen Befehlen ist auch der völkerrechtswidrige Begriff „Mitläufer“, die wie Partisanen sofort und ohne Prüfung zu töten waren, wodurch die Massaker eine neue Größenordnung erreichten..

Am 16.12.1942 erließ das OKW einen Befehl, in dem folgendes angeordnet wurde:

Der Kampf gegen Partisanen solle „mit den allerbrutalsten Mitteln“ geführt werden. Die Truppe sei „berechtigt und verpflichtet, ohne Einschränkung auch gegen Frauen und Kinder jedes Mittel anzuwenden, was zum Erfolg führt. Rücksichten, gleich welcher Art, sind ein Verbrechen gegen das deutsche Volk und den Soldaten an der Front…. Kein in der Bandenbekämpfung eingesetzter Deutscher darf wegen seines Verhaltens im Kampf gegen die Banden und ihre Mitläufer disziplinarisch oder kriegsgerichtlich zur Rechenschaft gezogen werden.“

Die Ungeheuerlichkeit des Befehls, der mit dem überhöhten Superlativ eigentlich schon nicht mehr in einer militärischen Sprache geschrieben ist, wird bei einem Blick auf die Entstehungsgeschichte deutlich. Am 1.12.42 kam es im „Führerhauptquartier“ zu einer Diskussion über einen Befehlsentwurf zur verschärften Partisanenbekämpfung. Hitler forderte von der Generalität, der Befehl dürfe für das Verhalten der Soldaten keinerlei Beschränkungen erhalten, er müsse die Soldaten generell vor kriegsgerichtlicher oder disziplinarischer Bestrafung schützen, aber alle die nicht so brutal vorgingen, als Volksverräter diskriminieren. Der Chef des Wehrmachtsführungsstabes, Jodl versicherte, die „Truppe“ unterläge keinerlei Beschränkungen. Die Soldaten könnten auch mit Frauen und Kindern „machen, was sie wollen“. Jodl hob hervor: „Sie dürfen sie aufhängen, verkehrt aufhängen oder vierteilen.“

Der Tenor dieser zentralen Vorschrift setzte sich in den Befehlen der Regionen fort. So erließ der Oberbefehlshaber Südost am 14.Juli 1943 einen Befehl an die neu zugeführten Verbände, darunter an die 1. Gebirgsdivision, zur Vorbereitung auf eine alliierte Invasion, in dem es hauptsächlich um die Einschüchterung der Bevölkerung ging – Partisanen spielen in dem Befehl kaum keine Rolle. Außerdem wird das OKW Muster übernommen – („schärfste Maßnahmen“ gegen die Bevölkerung, Straffreiheit für Maßnahmen der Deutschen, „weiches“ Verhalten von Kommandeuren und Soldaten wird als Verrat gebranntmarkt.)

In dieser radikalisierten Atmosphäre wurde die 1.Geb.Div., die „Edelweis-Division“ vom „Osten“ auf den Balkan verlegt mit der Aufgabe, eine alliierte Landung abzuwehren, zuvor die Partisanenbewegung zu zerschlagen und die Bevölkerung derart einzuschüchtern, dass sie sich im Invasionsfall nicht gegen die Deutschen erhebe. Die Befehle der 1.Geb.Div. für ihren neuen Einsatzraum lagen ganz im Kontext der geltenden Bestimmungen. Am 8. April 1943 erließ der Kommandeur der 1. Geb.Div. einen Sühnebefehl für das Operationsgebiet der Division in Serbien. Darin heißt es, nicht nur Partisanen, sondern auch deren „Helfer“ seien sofort zu erschießen. Unter dem Kapitel „Sühnequoten“ wurde befohlen: Für einen getöteten Deutschen fallen 50 Sühnegefangene, für einen verwundeten Deutschen fallen 25 Sühnegefangene. Für jeden Anschlag gegen geschützte Objekte fallen bis zu 100 Sühnegefangene.

Im Frühsommer zog die Div. mit der gleichen Aufgabenstellung weiter in Richtung Griechenland. Für den Einmarsch in Griechenland hatte der Kommandeur am 7.Juli 1943 einen gesonderten Befehl erlassen. Darin werden folgende Richtlinien für die „Kampfführung“ angewiesen: „Bei Säuberung bandengefährdeter Gebiete ist schärfstens durchzugreifen. Alle Ortschaften, die den Banden als Zuflucht dienen können, sind zu zerstören, die männliche Bevölkerung ist, soweit sie nicht wegen Verdachts der Teilnahme am Kampf oder Unterstützung der Banden erschossen wird, restlos zu erfassen und als Gefangene abzuschieben. Bei Sabotagefällen … sind strengste Sühnemaßnahmen gegen die Bevölkerung zu treffen … .Jede Weichheit in der Behandlung der Bevölkerung wird der Truppe als Schwäche ausgelegt … “ Bemerkenswert an dem Befehl ist, dass schon der „Verdacht“ ausreichte, um die gesamte männliche Bevölkerung einer Ortschaft zu erschießen. Die Tötungsquote, die vorher (s.o. Befehl v. 8.4.43) noch penibel festgelegt worden war, blieb nun nach oben offen und wurde nur begrenzt durch die Zahl der habhaft gewordenen Männer. Das traf auch auf die angeordneten „Sühnemaßnahmen“ bei Sachbeschädigung durch Griechen zu, die als Sabotagefälle kriminalisiert wurden. Schwerwiegend war auch die Festlegung, alle Ortschaften, die den Partisanen als Zuflucht dienen können, zu zerstören und die männliche Bevölkerung, soweit sie nicht erschossen wird, in die Gefangenschaft abzuführen, wo sie nach einem Befehl Hitlers als militärische Zwangsarbeiter eingesetzt werden sollten. Ob erschossen oder zur Zwangsarbeit abgeschoben wird, lag im Ermessen des jeweiligen Einheitsführers der 1.Geb.Div. Nur bei „Erschießungen in größerer Anzahl“ musste die Genehmigung eines Regimentskommandeurs eingeholt werden. Der Befehl sagt nichts aus, was mit den Frauen und Kindern eines so ausgelöschten Dorfes geschehen sollte. Außerdem hatte das OKW die Kommandeure auf dem Balkan ausdrücklich ermächtigt, anzuordnen, „dass keine Gefangene gemacht werden bzw. dass Gefangene und im Kampfraum ergriffene Bevölkerung erschossen werden dürfen.“

Wie diese Befehle umgesetzt wurden, wie also die okkupationspolitische Praxis war, möchte ich an einem Dokument zeigen, dessen Verfasser nicht verdächtigt werden kann, ein Feind der Deutschen oder ein Sympathisant der Partisanen gewesen zu sein. Am 19. Dezember 1943 schrieb der Ministerpräsident der von den Deutschen eingesetzten griechischen Kollaborationsregierung seinem deutschen Dienstherrn, dem Militärbefehlshaber Griechenland, General Speidel, einen Brief. Darin beklagt er die Art des Kampfes der Deutschen gegen die Partisanen. Er wies Speidel darauf hin, dass bei Fortsetzung dieser Kampfführung Griechenland in kurzer Zeit vollkommen zerstört sei. Über Vorkommnisse im Operationsgebiet der 1. Gebirgsdivision berichtete der Grieche: „Bei dieser Gelegenheit sei es mir gestattet, Ihnen mitzuteilen, dass einige Dörfer des griechischen Epirus, infolge von Erschießungen völlig ausgerottet wurden. So wurde das Dorf Komeno bei Arta, welches 1000 Einwohner zählte, das Opfer einer furchtbaren Dezimierung. 750 Einwohner dieses Dorfes wurden von deutschen Soldaten erschossen. In dem Dorf Lyngiades bei Paramythia wurden 82 Einwohner erschossen, unter diesen 42 Kinder unter 15 Jahren. … So wurden in einem nur kleinen Gebiet über 1000 griechische Bürger getötet…Obige Dörfer wurden zur Gänze in Brand gesteckt, aber die Zahl der in dem Bereich des Generalgouvernements Epirus in Brand gesteckten Dörfer beträgt nach offiziellen Meldungen an mich, mehr als 100.“ Der Grieche weist hier schon auf Komeno hin, das erst viel später in der historischen Literatur als eines der furchtbarsten Massaker an Frauen und Kindern bezeichnet wurde – ein Massaker verübt von einer Kompanie der 1. Geb.Div. am 16. August 1943.

Es gibt aber auch indirekte Belege dafür, dass die Kampfführung der Gebirgsjäger in Griechenland im Kontext mit der schriftlichen Befehlslage ungeheuer grausam gewesen sein muss. U nter dem Punkt ‚Erfahrungen allgemeiner Art‘ beschreibt der evangelische Pfarrer der 1. Geb.Div. Rudolf Schwarz einen Ausschnitt seinen Tätigkeiten als Feldgeistlicher der Division. in der Zeit vom 21. Juni bis 30. September 1943 in Griechenland wie folgt: „Eine schwere innere Belastung ihres Gewissens bedeutet für viele das Töten müssen von Frauen und Kindern bei den Unternehmen gegen die Banden. Darüber wurde dem Pfarrer gegenüber des öfteren geklagt.

Aber auch die nüchterne Diktion der schriftlichen Befehle ist Beweis genug. Gegen alle Kriegsbräuche und die primitivsten Regeln modernen Kriegsrechts befahl der Kommandierende General des XXII. Gebirgsarmeekorps, Lanz, einen ungehemmten Rachefeldzug gegen ein Gebiet, in dem ein Regimentskommandeur. der 1. Geb.Div. im Oktober 43 mehr durch einen Verkehrsunfall als durch Einwirkung der Partisanen ums Leben gekommen war. In Vollzug dieses Befehls wurden von der Edelweis-Division im Gebiet um Arta etwa 200 Zivilisten umgebracht und 7 Dörfer ausgelöscht.
4.Mord an italienischen Soldaten

Ein weiteres blutiges Kapitel des Einsatzes deutscher Gebirgsjäger in Griechenland bildeten die Mordaktionen an Soldaten des ehemaligen Verbündeten Italien. Innerhalb weniger Wochen nach dem Austritt Italiens aus dem faschistischen Bündnis am 8. 9. 1943 wurden an der griechischen Westküste und in Südalbanien von deutschen Soldaten, vorwiegend aus Einheiten der 1. Geb.Div., etwa 5000 italienische Militärangehörig ermordet. Die Italiener wurden nach der Gefangennahme umgebracht. Soldaten der 1.Geb. Div. richteten in diesem Zusammenhang auf der ionischen Insel Kefalonia das größte Einzelmassaker auf griechischem Boden an. Mehr als 4000 italienische Soldaten wurden dort nach der Gefangennahme erschossen. Natürlich lagen diesen Massakern Befehle von ganz „oben“ zugrunde(Befehle des OKW vom 15.und 18.9.1943). Aber bei dem Verhalten der deutschen Gebirgsjäger spielten auch rassistische und volkskulturelle Ressentiments, verbunden mit Rachegefühlen gegen die „Verräter vom 8. September“, eine große Rolle. Geschürt wurden diese Ressentiments durch die deutsche Propaganda und das hohe Offizierkorps. Beide Komponenten – der Befehl und die Hetze der Propaganda und der Offiziere, u.a. vom Oberbefehlshaber der Heeresgruppe E, Generaloberst Löhr, – führten dazu, dass die Massaker am einstigen Verbündeten so entsetzlich grausam abliefen, vielfach sadistische Züge aufwiesen.
5. Eskalation 1944

Ende 1943 wurde die Befehlslage zur Bekämpfung des Widerstandes modifiziert. Die Partisanen hatten 75% Griechenlands befreit und fügten den deutschen Truppen empfindliche Verluste zu. Eine alliierte Invasion wurde immer wahrscheinlicher. Die Gesamtkriegslage erlaubte aber keine Verstärkung der deutschen Truppen. Man verfiel auf die Idee, das ungünstige Kräfteverhältnis durch verstärkte Propaganda auszugleichen. Ziel war, den Zustrom zu den Partisanen zu stoppen und immer mehr Griechen zur Zusammenarbeit mit den Deutschen auch im bewaffneten Bereich zu bewegen. Die Partisanen sollten vorrangig nicht mehr von Deutschen sondern von Griechen bekämpft werden. Das wichtigste Mittel dazu war eine bis dahin beispiellose antikommunistische Propaganda, verbunden mit der Darstellung des deutschen Kampfes als Schlacht für ein geeintes, vom Bolschewismus befreites Europa. Um mehr Griechen auf die deutsche Seite zu ziehen, war es aber auch erforderlich, dass das bislang politisch völlig undifferenzierte Töten, bei dem oft auch Kollaborateure und deren Angehörige nicht verschont wurden, aufhörte. Der Terror sollte sich wie die Propaganda zielgenauer gegen die linken Kräfte des Widerstandes richten und kollaborationsbereiten Griechen das Leben garantieren. Am 8. Dezember 1943 sagte der Generalstabschef der Heeresgruppe E auf einer Besprechung zu den deutschen Planungen: „Es geht leider nicht an, alle Leute zu köpfen“, da dies nur immer mehr Griechen zu den Partisanen treibt. Man brauche nicht unbedingt weniger zu töten. Es komme darauf an, die politisch richtigen Griechen zu treffen, die „wahrhaft Schuldigen“. Ein Grundsatzbefehl vom 22.12.1943 fasste die neue Linie zusammen.

Danach war nach einer Partisanenaktion in folgender Reihenfolge zu töten:

1.Die Täter. 2. Wenn diese nicht fassbar waren – was meist der Fall war -, sollten Mitschuldige erschossen werden, nämlich Personen, bei denen man eine „offene oder versteckte Mitwirkung oder ein bewusst passives Verhalten gegenüber den Tätern“ vermutete. 3. Schließlich heißt es: „Lassen sich derartige Mitschuldige nicht finden, so muss auf Personen zurückgegriffen werden, die ohne mit der einzelnen Tat in Verbindung zu stehen, trotzdem als mitverantwortlich anzusehen sind. Mitverantwortlich sind in erster Linie solche Personen, die sich zum Kommunismus bekennen.“ Damit war die Dimension des Vernichtungskrieges gegen Links umrissen. Zur damaligen Zeit gehörten 1,6 Mill. Griechen (von rd. 6,5 Mill. Einwohnern) den als kommunistisch bezeichneten politischen und militärischen Verbänden des Widerstandes an. Die nationale Befreiungsfront EAM, die Gesamtvereinigung des „linken“ Widerstandes, war die größte politische Organisation, die es je in der griechischen Geschichte gegeben hat.

Trotz des Bemühens, gezielter vorzugehen, eskalierten die Todeszahlen. Aktionen mit 100 und mehr Toten sowie riesigen Verwüstungen wurden 1944 fast alltäglich In den drei Sommermonaten des Jahres 1944 sind im statistischen Mittel täglich 106 bis 110 Griechen als Geiseln oder bei Sühnemaßnahmen ermordet worden.

Eine Ursache für die Eskalation der Opferzahlen, die eigentlich wegen der auf „chirurgisch saubere Schnitte“ angelegten Orientierung gegenüber vorher sinken sollte, war, dass der Befehl am Prinzip Prävention durch Abschreckung festhielt. Die massenhafte Tötung auch von Frauen und Jugendlichen war zwingend vorgeschrieben, der „sühnefähige“ Personenkreis durch den Straftatbestand „passives Verhalten“ deutlich erweitert und für Erschießungen keine Obergrenzen festlegt worden. So wurden am 3. Mai 1944 für einen bei einer Partisanenaktion umgekommenen Divisionskommandeur 325 Griechen umgebracht – eine Quote, die selbst im „Osten“ selten erreicht wurde. Eine weitere Ursache für die Eskalation des Terrors war die Festlegung, in Kampfgebieten gelten die alten Bestimmungen. d.h. in den von der Wehrmacht als „partisanenverseucht“ bezeichneten Regionen waren weiterhin alle Einwohner, unabhängig von ihrer politischen Haltung, „sühnefähig“.

Der Befehl blieb bis zum deutschen Rückzug die Grundlage der Okkupationspolitik.
Schluss

Der kurze Blick auf die Strategien zur Sicherung der deutschen Herrschaft in Griechenland zeigt:

die massenhafte Tötung von Zivilisten sowie umfangreiche Zerstörungen angeordnet.

Der Überfall aber war die Voraussetzung, in vielen Fällen auch direkte Ursache für alle anderen den Griechen zugefügten Leiden und auferlegten Lasten.

Autor zu erreichen über

Berliner Initiative „Griechenland unterm Hakenkreuz“
www.geocities.com/hellasunterdemhakenkreuz

E-mail

[email protected]

Die Sprache der Macht

Konkret 08/77, S. 21

Andreas Papandreou

Der griechische Sozialisten-Führer sagt, was er von der Europäischen Gemeinschaft hält

Die Länder Südeuropas sind periphere, abhängige Randgebiete des globalen Kapitalismus. Ein Teil ihrer gesellschaftlich geschaffenen Werte wird ihnen zum Verbrauch in den nördlichen Metropolen entzogen. Ihre ökonomische Entwicklung ist unausgeglichen und nach außen gerichtet. Die Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens haben die politischen und militärischen Fesseln ihrer Abhängigkeit zerbrochen, sehen sich aber ständig der Gefahr ausgesetzt, in den alten Status, wenngleich in neuen und subtileren Formen, zurückgestoßen zu werden, wenn sie ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit nicht erreichen, also eine eigenständige, ausgeglichene ökonomische Entwicklung.

Daher haben die Staaten des Mittelmeerraums ein gemeinsames Schicksal, und sie haben gemeinsam die Gelegenheit und die Verpflichtung, ihre Ressourcen kooperativ zu nutzen, sie im Rahmen gemeinschaftlich ausgearbeiteter Strategien effektiv werden zu lassen.

Was heißt das konkret? Es heißt erstens, daß die südeuropäischen Staaten gut daran täten, nicht der EG beizutreten, beziehungsweise, wenn sie bereits Mitglied sind, ihren Austritt vorzubereiten. Denn die EG ist der gemeinsame Markt des Monopolkapitals, und eine Mitgliedschaft bedeutet langfristig, daß sie abhängig bleiben, daß sie Randgebiete des Weltkapitalismus bleiben -jedenfalls bis Westeuropa selbst sozialistisch umgestaltet wird. Das bedeutet jedoch nicht, daß die südeuropäischen und nordafrikanischen Staaten ihre Beziehungen zur EG nicht beibehalten oder entwickeln sollten. Allerdings nur unter Bedingungen, die eine eingeständige ökonomische Entwicklung garantieren. Ohne nationale Wirtschaftsplanung ist das nicht möglich. Die Mittelmeer-Länder müssen also die Kontrolle über ihren Außenhandel und Kapital-Bewegungen selbst behalten.

Zweitens heißt das, daß die Mittelmeer-Anrainer ihre Kräfte vereinen müssen, um einem internationalen Preissystem zu widerstehen, das ihnen ihre Reichtümer raubt. Sie müssen ihre Kräfte vereinen, um internationalen Institutionen wie der Weltbank oder dem International Monetary Fund zu widerstehen, die die Vorherrschaft des westlichen Monopolkapitals stützen. Ihre Strategie maß auf dem Prinzip beruhen, daß die einzige Sprache, die der Kapitalismus versteht, die Sprache der Macht ist.

Drittens heißt das, daß die Mittelmeer-Länder ihre Investitionspläne und Handelspolitik koordinieren müssen, zum Wohl der ganzen Region. Langfristig kann das sehr gut zur Entwicklung eines Gemeinsamen Mittelmeer-Marktes führen, oder gar zu einer mediterranen Wirtschaftsgemeinschaft.

Viertens heißt das, daß sie ein großes und modernes Forschungs-Zentrum zur Entwicklung von Technologien errichten sollten, die den Völkern des Mittelmeerraumes nutzen. Denn letztlich ist die Technologie das einzige Mittel, die Infiltration westlichen Kapitals zu stoppen.

Aber das alles hat eine Grundvoraussetzung: Daß wir den Weg einer sozialistischen Veränderung unserer Gesellschaften gehen. Eine eigenständige nationale Entwicklung, die den Bedürfnissen unserer Völker gerecht wird, ist im Kapitalismus nicht möglich. Aber Sozialismus, die sozialistische Veränderung unserer Gesellschaften, kann nicht ohne politische und militärische Unabhängigkeit erreicht werden. Die Befreiung aus dem Netz politischer und militärischer Abhängigkeit von den USA und der NATO ist eine notwendige Bedingung.

Minenfeld bei Lagina (Evrou)

Ich war über Ostern in Lagina, einem kleinen Dorf am Evros in der Nähe von Soufli. Dort befindet sich über dem Ort ein Minenfeld. Über den Evros kommen regelmäßig Leute, meist Wirtschaftsflüchtlinge die in der EU eine bessere Zukunft für sich suchen. Probleme gibt es dort nicht, so daß die einheimische Bevölkerung nichts gegen diese Leute hat. Die Minenfelder sind mit Zäunen umgrenzt und mit deutlichen Warnschildern versehen. In der Vergangenheit kam es vor, daß Flüchtlinge reingelaufen sind. Das passiert seit dem Aufstellen des Zaunes nicht. Auf meine Frage, weshalb man die Minenfelder nicht wegräumen würde reagierten die Griechen mit Unverständnis. Deren Problem besteht nicht in irgendwelchen Flüchtlingen. Die halten die Türken für eine Bedrohung und deshalb behalten sie die Minenfelder. Man sagte mir, daß es auf der anderen Seite des Evros auch welche gebe. Selbst gesehen habe ich die nicht.
Geschichte der Minenfelder in Griechenland

indymedia-athens 04.10.2006:

1. Geschichte:Nordgriechenland würde während des Bürgerkrieges 1946-1949 sehr breitflächig vermint. Diese Minenfelder, mit Minen gegen Menschen, waren nicht kartografiert und würden erst während der 70er Jahre gesäubert nachdem mehre Jäger und Bauern getötet worden sind. Der „Kalte Krieg“ und das Dogma „der Gefahr vom Norden“ hat die Minenfelder an den Bergdurchgängen der nördlichen Grenzen mit Jugoslawien und Bulgarien „nötig gemacht“. Bis Ende der 90er wurden auch diese Minenfelder gesäubert, nachdem mehrere Menschen – meistens Flüchtlinge – dadurch getötet worden waren. Diese Minenfelder waren ganz unsichtbar, da ihre Markierungen im Laufe der Jahre zerstört wurden und die Bäume und Büsche sie versteckten. Nach 1974 und der Zypern-Affäre wurde die Gefahr zu einer „aus dem Osten“, so dass diesmal die Ostgrenzen Griechenlands vermint wurden. Auf den Inseln im Osten Griechenlands wurden die Minenfelder schnell gezaubert bis 1978, nachdem sie aber erst das Leben vieler Bewohner gekostet haben. An den Grenzen zur Turkei existieren sie noch heute.

2. Aktuelle Lage: Griechenland hat die Otawa-Resolution von 1997 unterschrieben, über das Verbot von Minen gegen Menschen. Im Jahr 2002 hat das Parlament das bestätigt. Trotzdem hat Griechenland heute noch Minenfelder entlang des Flusses Evros. 2003 wurde die Säuberungs-Aktion entlang des Flusses begonnen, sie geht sehr langsam vorwärts, da die Minenfelder gemischt sind (zusammen mit gegen Panzer) und die Witterungsbedingungen (schwerer Winter und Überflutung des Flusses) die Arbeit immer wieder behindern. Die jährlich stattfindenden Überflutungen von des Flusses Evros bringen immer neue Gefahren weil sie ständig leichte Minen transportieren und sie außerhalb der Minenfelder rollen, verteilen sie diese entlang des ganzen Flusses. Griechenland hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2008 alle Minenfelder mit Minen gegen Menschen zu räumen, und nur solche mit Minen gegen Gerätepanzer zu belassen. Einschätzungen des Militärs sprechen vom Jahr 2011, also drei Jahre vor der von der Otawa-Resolution vorgegebenen Grenze des Jahres 2014. Das Militär vermeidet genaue Angaben zu Mengen der Minen und dem Zustand der Minenfelder in Evros. Im Februar 2001 haben griechische Offiziere die Angaben von 1,5 Millionen Minen gegen Menschen als zu hoch eingeschätzt. Im März 2002 haben sich hohe Beamte des Außenministeriums geweigert, jegliche Zahlen zu benennen. Und eine Untersuchung des Parlaments, die nicht öffentlich gemacht wurde sagte, dass Griechenland noch 2,5 Millionen Minen gegen Menschen besitzt. 2001 kam heraus, dass Griechenland 18.000 DU (Uran Minen) besitzt, die natürlich gegen Waffen sind aber eine Explosion wäre eine grosse Gefahr für die Bevölkerung. 2003 hat Griechenland und die Turkei einen Vertag unterschrieben für die gegenseitige Abschaffung der Minenfelder an den jeweiligen Grenzen. Die Türkei besitzt keine Minenfelder auf ihrer Seite des Evros Flusses. Trotzdem hat Griechenland im Jahr 2004 von Deutschland 20 Spezial-Fahrzeuge gekauft des Typs „Scorpion“die sehr schnell Minen verteilen können, und lassen innerhalb kürzester Zeit Minenfelder entstehen die nicht kartografiert werden, und deswegen sehr schwer dann geräumt werden kann. Ergänzend dazu hat das Griechiesche Militär Interesse geäußert für den Kauf von intelligenten synthetische Minen gegen Menschen, die sehr schwer entdeckt werden können und erst nach 10 Jahre in der Erde sich selbst zerstören. So können wir sagen, dass im Fall einer griechisch -türkischen Krise wieder Minenfelder gegen Menschen schnell entstehen werden. In Evros befinden sich die Minenfelder nicht auf der Grenze sondern in einem Abstand von ein paar hundert Metern .Da wo der Fluss nicht die Grenze ist, werden die Grenzen durch Fälle gezeichnet und von einem Graben ein Meter tief und kleine Pfeiler jede paar Meter beidseitig. Auf beiden Seiten der Straßen befinden sich Militärwege für die Kommunikation der Grenzsoldaten. Danach gibt es Felder und erst danach Minenfelder, die mit dünnem Stacheldraht umzäunt sind und die bekannte Totenköpfe Markierung haben. Die Minenfelder werden jede 500 bis 1000 Meter unterbrochen von einem schmalen Weg, der den Eingang zur der verbotenen Zone verbindet, und parallel zu dem Grenzgraben verläuft, da kommt man nur rein mit Erlaubnis des Militärs.

3. Opfer:die Flüchtlinge kommen meistens nachts an die Grenzen in geschlossenen Lkws. Ihre Fluchthelfer zeigen ihnen die Richtung und sagen da wäre Italien. Die Menschen glauben es, da sie Wochen des Eingesperrtseins hinter sich haben und die Orientierung verloren haben. Sie durchqueren den Graben der Grenze sehen die Grenzlichter und vor den Autolichtern der Militärautos haben sie Angst und versuchen lieber durch die Zäune zu laufen. Dort werden sie getötet von Minen. 2005 sind 6 Flüchtlinge getötet worden durch Minen und etwa 20 wurden verletzt. 2004 wurden von offizieller Seite 8 Tote gezählt und 9 Verletzte. 2003 –11 Tote und 5 Schwerverletzte. Seit 1990 sind beim Evros 74 Menschen von Minen getötet worden und 180 schwerverletzt worden. Die Minen räumen seit 1950, das Jahr ihrer Gründung haben über 30 Tote, Militärs und Mitarbeiter. Viele Unfälle haben nie das Licht der Öffentlichkeit erreicht, also könnten die Zahlen niedriger sein als die realen Zahlen liegen. Die Flüchtlinge die in Evros festgenommen werden, werden wenn sie glück haben in die Lager gebracht, sonst werden sie in den Polizeiwachen eingesperrt und zweimal im Monat werden sie „zurückgeschickt“, also illegal vom Militär und Polizei wieder in die Türkei geschickt. Die Minen Opfer die verletzt wurden, werden erst hospitalisiert und dann abgeschoben meistens in ihre Heimatländer, ohne jeweils für den zugefügten Schaden eine Entschädigung zu kriegen. Ein türkischer Bürger hat den griechischen Staat angezeigt nachdem er beide Beine 2004 bei einer Minenexplosion an der griechisch-türkischen Grenze verloren hatte, als er aus Versehen in ein Minenfeld trat. Sein Anwalt sagt, Griechenland als EU Mitglied dürfte keine Minen gegen Menschen besitzen.
Entfernung Minenfeld von Lagina vom Evros

Das Minenfeld von Lagina ist schätzungsweise ca. 1 km vom Flußbett entfernt. Oben auf einem Hügel (wenn man zur Landstraße fährt, die dann nach rechts nach Soufli führt). Der Fluß kann dort mit Sicherheit nicht hin. Sollten die Türken mit Panzern über den Fluß, werden sie auf den gut ausgebauten Straßen bequem an den gut ausgezeichneten Minenfeldern vorbeirollen können. Meine Vermutung ist, daß die Griechen einfach die mit der Räumung verbundenen Kosten sparen wollen. Wenn – trotz Umzäunung – ab und an ein Mensch raufgerät, ist das halt… Pech ?

Ausbeutung, die in die Katastrophe mündete

Zur Wirtschaftspolitik der deutschen Besatzer in Griechenland 1941-1944

Von Martin Seckendorf

Referat auf dem Kongress für griechische Entschädigungsforderungen gegenüber Deutschland, 2. bis 4. Dezember 2005, Athen

Als die deutsche Führung im November 1940 entschied, Griechenland im Frühjahr 1941 aus politischen und militärstrategischen Gründen zu überfallen, wurde zugleich beschlossen, das zu unterwerfende Land und seine Bewohner restlos für die deutsche Kriegswirtschaft und die Versorgung der deutschen Truppen in Griechenland zu nutzen. Mit diesem am 17. Januar 1941 gefassten Entschluß, wurde der Weg eingeschlagen, der in eine nachhaltige Zerstörung der griechischen Wirtschaft und Währung mit katastrophalen Folgen für die Bevölkerung mündete.

Nach der Unterwerfung Griechenlands zerstückelten die Deutschen das Land in drei Besatzungszonen:

Bulgarien erhielt für seine Vasallendienste beim deutschen Überfall ein Gebiet im Nordosten Griechenlands, das etwa 15 Prozent des griechischen Territoriums ausmachte. Das Gebiet war reich an Rohstoffen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen und wichtig für die Lebensmittelsituation in Griechenland. Obwohl die Bulgaren das Land schnell annektieren und bulgarisierten, erhielten sie nur eine eingeschränkte Souveränität. Die deutsche Wirtschaft hatte sich die ökonomische Nutzung vorbehalten. Es ging vor allem um Tabak, Baumwolle, Naturseide und Erze.

70 % des griechischen Territoriums wurden den Italienern zur polizeilichen Sicherung übergeben. In diesen Gebieten lagen bedeutende wirtschaftliche und logistische Interessen der Deutschen (Chrom, Bauxit, der Nachschubweg nach Kreta und lange Zeit nach Nordafrika) Die deutsche Industrie hatte sich vertraglich die Ausbeutung der italienischen Zone gesichert. Die Vertretung der deutschen Interessen in diesem Gebiet, für das Deutsche und Italiener eine Kollaborationsregierung einsetzten, sollte ein Reichsbevollmächtigter wahrnehmen.

Die deutsche Zone umfasste 12% des griechischen Festlandes und zwei Drittel Kretas. Sie war von politisch herausgehobener Bedeutung und entsprach den deutschen Wünschen nach Erringung von militärischen Stützpunkten und Absprungbasen.

Die für die Wirtschaftspolitik, für die ökonomische Ausnutzung des besetzten Landes wichtigste Behörde war die Zweigstelle des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamtes im OKW bei der 12. Armee. In diese bereits im Januar 1941 gebildete Einrichtung waren in erheblichem Umfang Spitzenkräfte der deutschen Privatwirtschaft integriert. Die Organisation konnte sich auf seit längerer Zeit vorbereitete Unterlagen stützen. Die Wehrwirtschaftsorganisation hatte die Aufgabe, schnellstmöglich alles Brauchbare, alle Vorräte an Lebensmitteln, Treibstoffen, agrarischen und mineralischen Rohstoffen und Tabak sowie Bergbau- und Industriebetriebe zu erkunden und zu beschlagnahmen. Aus dieser Organisation entstanden im Juni 1941 bodenständige Wehrwirtschaftsdienststellen.
Wirtschaftspolitik bis 1943

In der Wirtschaftspolitik der Besatzer sind bis zur Kriegswende 1943 zwei Phasen zu erkennen.

Die erste Phase, die etwa bis August/September 1941 reichte, war eine Zeit des offenen, unverhohlenen Raubes. In hektischem Tempo wurde alles beschlagnahmt, was von Nutzen schien. Die Plünderungsaktionen wurden unter dem weit ausgelegten militärischen Begriff „Beute“ durchgeführt. Darunter faßten die Deutschen Rohstoffe, Halbfabrikate, Lebens- und Genußmittel, Treib- und Schmierstoffe, wertvolle Maschinen sowie Transport- und Zugmittel. Zusammenfassende Zahlen über die Ergebnisse dieses ersten Beutezuges sind kaum zu erhalten. Die überlieferten Dokumente lassen aber Rückschlüsse auf dessen Dimension zu. Der Oberfeldzeugstab 4 bei der 12. Armee meldete bis zum 23. Juni 1941 seien von der erfaßten Beute 111 Eisenbahnwaggon und zwei Schiffe mit je 679 t. nach Deutschland gebracht worden. Nach einem äußerst unvollständigem Bericht des Verbindungsoffiziers des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamts des OKW bei der 12. Armee wurden zwischen dem 1. Mai und dem 30. September 1941 neben großen Mengen Erzen auch 5000 t Baumwolle, 80000 t Tabak, 10500 t(!) Olivenöl und 305 t Seidenkokons abtransportiert. Zu den Beschlagnahmungen gehörten auch 40 Tonne Silbergeld.

Mit Beginn des Überfalls versuchten die Deutschen vor allem über Manager der Privatwirtschaft in Uniform die Produktionsstätten, die Farmen, Minen und Fabriken in ihre Gewalt zu bringen. Der Beauftragte des Kruppkonzerns in Athen meldete nach Essen, in der Zeit vom 1. bis 10. Mai 1941 habe die gesamte griechische Bergbauproduktion „für Deutschland gesichert“. Von besonderer Bedeutung erschien den Deutschen dabei die Kontrolle über die Elektrizitätserzeugung und -versorgung sowie über alle griechischen Mineralölgesellschaften und vor allem über die Banken.

Am 9. Juni 1941 formulierte der Handelsattache beim „Reichsbevollmächtigten“, Höfinghoff, noch einmal die Aufgaben, die den deutschen Dienststellen in der ersten Phase übertragen worden waren und berichtete über den Stand der Erfüllung. Die Aufgabe, „Sicherstellung aller uns interessierenden Rohstoffe und Wirtschaftsbetriebe“ könne „als gelöst betrachtet“ werden.

Neben dem unverhohlenen Raub und dem – weitgehend gelungenen – Versuch, die Verfügungsgewalt über die griechische Wirtschaft zu erhalten, war diese Phase auch gekennzeichnet von einer aktiven Deindustriealisierungspolitik. Auf Initiative der deutschen Großwirtschaft wurde den griechischen Betrieben von deutschen Besatzungsbehörden die Rohstoffe und Halbfabrikate durch Beschlagnahmungen entzogen, so dass sie geschlossen werden mußten. Die deutsche Privatwirtschaft wollte auf diese Weise an die begehrten Rohstoffe gelangen und gleichzeitig für die deutsche Fertigwarenindustrie lästige Konkurrenten beseitigen.
Kaufmännisch korrekt über die Drachme

In der folgenden Periode wurde die ökonomische Ausnutzung planmäßiger gestaltet mit dem Ergebnis, dass dem Land noch mehr Güter, Dienstleistungen – z.B. Transportleistungen -, Zahlungsmittel und Anlagenwerte entzogen wurden. Da der größte Teil des Entzugs als Export über den Außenhandel abgerechnet wurde, der weiterhin auf devisenlosem Verrechnungsverkehr, dem Clearingsystem basierte, erhielt der Raub einen kaufmännisch korrekten Anstrich.

Im Mittelpunkt des „Außenhandels“ standen Erze, vor allem Chrom und Bauxit, die für Deutschland mit zunehmender Kriegsdauer immer bedeutender wurden. Die griechischen Chromlieferungen deckten 1942 fast 40 Prozent und die Bauxitlieferungen 25 % der deutschen Gesamteinfuhr an diesem Metall. Hauptverantwortlich für die Förderung und den Abtransport der Rohstoffe, zu denen noch in beträchtlichem Umfang Blei, Zink, Nickel und Schwefelkies gehörten, blieb die Wehrwirtschaftsorganisation der Wehrmacht, die auch weiterhin als Vollzugsorgan der deutschen Wirtschaft tätig war. In einem Bericht des Wirtschaftskommandos Saloniki heißt es, Hauptaufgabe der Dienststelle bleibe „die Erfassung, Sicherstellung und der Abtransport von Rohstoffen nach Deutschland. Hauptausfuhrgüter sind: Erze, Tabak, Baumwolle, Wolle und Seidenkokons.“

Die Bezahlung der abtransportierten Güter erfolgte formal über Verrechnungskonten. Da der Abtransport aus Griechenland wert- und mengenmäßig ständig gesteigert wurde, von deutscher Seite aber kaum Gegenlieferungen erfolgten, entstand sehr bald ein Minussaldo auf deutscher Seite, der fast 50% des gesamten Umsatzes (Export und Import) nämlich etwa 70 Mio. RM ausmachte.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang für unser gegenwärtiges Thema eine Meldung des „Reichsbevollmächtigten“ in Athen vom 13. November 1942 nach Berlin, das griechische Guthaben werde auf ein Sonderkonto übertragen, dessen Regelung nach Kriegsende erfolgt. – Auf die damals zugesagte Regelung wartet Griechenland noch heute. Ohne die übliche Verzinsung hätte das Guthabenkonto der Griechen allein aus dem Verrechnungsverkehr im Außenhandel gegenwärtig einen Wert von über 350 Millionen Euro.

Ab Juli 1941 nutzte die Wehrmacht auch Produktions- und Reparaturkapazitäten. Im Juli 1942 waren 335 Betriebe im ganzen Land – auch in der italienischen Zone – für die Wehrmacht tätig.
Besatzungskosten

Eine besonders drückende Belastung die Besatzungskosten. Zunächst bezahlten die Okkupanten den Unterhalt und die Unterkunft der Truppen mit einer Ersatzwährung, den Reichskreditkassenscheinen. Ab August 1941 mußte Griechenland Besatzungskosten zahlen, deren Höhe bis Ende 1942 nach dem „Bedarf“ der deutschen und italienischen Behörden monatlich festgelegt wurde. Der deutsche Anteil stieg sprunghaft an. In Reichsmark umgerechnet mußten die Griechen folgende Beträge bezahlen: 1 Mrd. Reichsmark bis Ende 1941 (darunter 170 Millionen Reichsmark für die erwähnte Ersatzwährung – Reichskreditkassenscheine), 1942 wurden 2,61 Mrd. Reichsmark gezahlt. Dieser Summe stand im gleichen Zeitraum ein griechisches Volkseinkommen (Summe der produzierten Güter und Dienstleistungen) in Höhe von 756 Millionen Reichsmark gegenüber. Nach einer Aufstellung der Reichsbank vom 9. April 1943 lag die monatliche Prokopfbelastung in Griechenland durch die Besatzungskosten bei 78 Reichsmark. Das war zu diesem Zeitpunkt die höchste Belastung der Zivilbevölkerung durch Besatzungskosten in allen besetzten Gebieten. Die Besatzungskosten wurden entgegen der „Haager Landkriegsordnung“ vom 18. Oktober 1907 Artikel 48, 49 und besonders 52, in denen vorgeschrieben war, bei Erhebung von Abgaben die Verhältnismäßigkeit in Bezug zu den Hilfsquellen des jeweiligen Landes zu wahren, so hoch angesetzt und stiegen fortlaufend, dass der Zusammenbruch von Wirtschaft und Währung in kürzester Zeit zu erwarten gewesen war. Die Besatzungskosten waren auch deshalb so hoch, weil die Deutschen ein hochbezahltes Heer von Spezialisten für die Kriegführung in Nordafrika und Nahost unterhielten, die Truppen aus dem Lande verpflegt wurden und gewaltige Programme für den Schiffsbau sowie den festungsmäßigen Ausbau des Landes und der Inseln mit den zur Verfügung gestellten Mitteln bezahlten. Über Besatzungskosten wurden Ausgaben finanziert, die mit der eigentlichen Besetzung des Landes nichts zu tun hatten.

Die Kollaborationsregierung preßte die Leistungen über die Ausdehnung des Banknotenumlaufs aus dem Volk. Hohe Preissteigerungen und zunehmende Verelendung des Volkes waren die Folgen. Trotz zahlreicher Warnungen bestand die deutsche Führung darauf, die steigenden Besatzungskosten ohne Rücksicht auf den sich abzeichnenden Zusammenbruch von Wirtschaft und Währung abzufordern. Der deutsche Außenminister ordnete am 30. September 1942 an, der entscheidende Gesichtspunkt sei, dass die Finanzierung der militärischen Ausgaben „in vollem Umfange gewährleistet bleibt … auch die sonstigen, für die weitere Kriegführung wichtigen Bau- und sonstigen Kosten in Griechenland müssen weiterhin reibungslos finanziert werden können“. Als die Wehrmacht für Oktober 1942 die Rekordsumme von 31 Milliarden Drachmen forderte – im August hatte die Anforderung 20 Milliarden Drachmen betragen – wurde das damit erklärt, „dass auf Grund eines Führerbefehls der beschleunigte Ausbau der Festung Kreta und Bauvorhaben der Marine in Griechenland ohne Rücksicht auf die Höhe“ der Besatzungskosten durchzuführen seien. Zu der schweren Belastung ernteten die Griechen noch den Hohn. Hitler hatte Anfang September 1942 entschieden, nicht mehr den Begriff Besatzungskosten, sondern den Terminus Aufbaukosten „oder einen ähnlichen“ zu verwenden.

Erhebliche Folgen hatte der deutsche Raub, der bis zum Ende der deutschen Herrschaft anhielt, für die Ernährungslage. Noch am 4. August 1944 gab der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe E, Löhr, die Richtlinie heraus, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung „aus dem Lande noch herauszuholen, was möglich ist“. Durch den Raub der gerade zu Kriegszeiten wertvollen Rohstoffe, Tabake und Olivenöle fehlten Griechenland die Tauschwaren zum Import von Lebensmitteln, die es aufgrund der Wirtschaftsstruktur auch schon vor dem Krieg einführen mußte. Selbst auf dem Höhepunkt der seit Herbst 1941 einsetzenden Hungerkatastrophe, der mehrere Hunderttausend Menschen zum Opfer vielen, wurden dem Land weiterhin Nahrungsmittel entzogen. Der Wehrwirtschaftsoffizier Athen berichtete, dass die extrem hohe Sterblichkeit – die Säuglingssterblichkeit lag z.B. bei 80 Prozent – vor allem auf das Fehlen von Fett zurückgeführt werde. Gleichzeitig zitierte er Weisungen Berliner Stellen an ihn, zur besseren Versorgung der deutschen Bevölkerung große Mengen an Olivenöl zu liefern. Nachdem der Befehlshaber Saloniki – Ägäis am 3. Dezember 1941 die Versorgungslage der Griechen als „unvorstellbar“ bezeichnet hatte, fügte er hinzu, die Wehrmacht entnehme trotzdem laufend Lebensmittel aus dem Lande. Mindestens 1.500 Rinder würden monatlich aus dem Befehlsbereich gezogen.

Sichtbare Auswirkung dieser enormen Belastung war eine schon 1941 einsetzende in der europäischen Geschichte beispiellose Inflation. Setzt man den Index der Lebensmittelpreise für 1939 mit 100 an, so betrug er am 31. Dezember 1941 schon 4515. Der Befehlshaber Saloniki – Ägäis meldete für den Zeitraum vom 8. April bis 10. November 1941 „eine durchschnittliche Preissteigerung um das 11fache“. Der Stabschef des Befehlshabers Südgriechenland berichtete am 17. September 1942 folgende Zahlen über die Preisentwicklung: „Die allgemeine Versorgungslage der Bevölkerung ist nach wie vor trostlos. Während die Gehaltserhöhungen das 6 – 8fache betragen, sind die Preise für Bedarfsgüter … um das 100 – 250fache gestiegen. 1 Oka (1,28 Kilogramm – M.S.) Olivenöl kostet heute 13000 Drachmen – rd. 217,00 RM, im Frieden 1,00 RM.“ Dabei wurde das Mißverhältnis zwischen Preis und Lohn immer größer.

Bis zum Herbst 1942 hatten die Besatzer das Land derart ruiniert, dass der Bezug von Rohstoffen und Lebensmitteln aus Griechenland wegen der enormen Inflation und der deutschen Schulden im Außenhandel „legal“ nicht mehr möglich war, die Verelendung ungeahnte Ausmaße angenommen hatte und auch dadurch der Widerstand zu einer für die Besatzer militärisch gefährlichen Größe angewachsen war. Am 17. September 1942 wurde als Reaktion auf diese Entwicklung die Deutsch-griechische Warenausgleichgesellschaft m.b.H. (DEGRIGES) gebildet. Die Gesellschaft, eine Gründung der deutschen Privatwirtschaft, war mit dem staatlichen Außenhandelsmonopol ausgestattet. Die DEGRIGES manipulierte bei der Verrechnung im Außenhandel die Preise. Griechische Ausfuhrgüter nach Deutschland wurden preislich extrem gesenkt und die Preise für deutsche Güter, die nach Griechenland eingeführt werden sollten, stark erhöht. Das hatte vor allem zwei Effekte:

– Die deutsche Wirtschaft erreichte sowohl bei der Einfuhr als auch bei der Ausfuhr große finanzielle Vorteile, die Schleusungsgewinne genannt wurden.

– Wegen der künstlichen Preisveränderungen wurde der Außenhandelssaldo für Deutschland aktiv. Aus 71 Millionen Reichsmark Schulden im Jahr 1942 wurden im Verrechnungsjahr 1943 urplötzlich 20 Millionen Reichsmark Guthaben für die Deutschen – ein Hinweis auf die Größenordnung der Preismanipulationen. Um die „Schulden“ abzubauen waren die Griechen gezwungen, mehr Waren nach Deutschland zu exportieren. Der Bezug der griechischen Güter war rechnerisch gesehen wieder gesichert.

In engem Zusammenhang mit der Bildung der DEGRIGES stand die Berufung des ehemaligen Wiener Bürgermeisters und langjährigen Vertrauensmannes des IG-Farbenkonzerns, Hermann Neubacher zum „Sonderbeauftragten des Reiches für wirtschaftliche und finanzielle Fragen in Griechenland“. Er sollte durch fiskalische Maßnahmen und Appelle an die Militärs zur Mäßigung bei deren Ausgabenpolitik sowie durch Druck auf die Kollaborationsregierung die Hyperinflation bremsen, die Drachme als Zahlungsmittel erhalten, um den steigenden Bedarf der Wehrmacht, der Rüstungsindustrie und der Rohstoffwirtschaft weiterhin ganz legal über die Währung befriedigen zu können.
Wirtschaftspolitik nach der Kriegswende

Ein Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik nach der Kriegswende war das Bemühen der Besatzer, vermehrt Rohstoffe zu gewinnen. Vor allem Chrom erhielt durch für die Deutschen verschlechterte Kriegslage erhebliche gewachsene Bedeutung. Zwischen Mai 1941 und November 1944 wurden ca. 28.000 Tonnen reines Chroms aus Griechenland abtransportiert. Diese Menge deckte ein Viertel des gesamten deutschen Bedarfs an dem Metall in dem genannten Zeitraum. Die Ausbeutung und der Abtransport der Rohstoffe wurden ab Mitte 1943 zunehmend von den Partisanen behindert.

Wachsende Belastungen für die Griechen ergaben sich auch aus den Anforderungen für riesige Festungsbauprogramme und für den Unterhalt der seit Frühjahr 1943 beträchtlich vergrößerten Besatzungsarmee. Den gestiegenen Bedarf an Arbeitskräften, Baustoffen, Energie, Lebensmitteln sowie Produktions- und Reparaturkapazitäten deckten die Besatzer weiterhin vorwiegend über die Drachme. Seit dem 13. Oktober 1942 erfolgte nur noch ein Teil der Drachmenlieferungen als Besatzungskosten. Der andere Teil mußte die Kollaborationsregierung den Besatzern als „Kredit“ gewähren. Der Drachmenumlauf erreichte astronomische Größenordnungen. Gleichzeitig sank als Ergebnis der Besatzungspolitik die Wirtschaftskraft rapide. Monatliche Preissteigerungsraten von 200 und mehr Prozent wurden erreicht.

Die Größenordnung der über die Drachme vollzogenen Ausbeutung zeigt das Verhältnis des Wehrmachtsbedarfs an Drachmen zum Banknotenumlauf. Die Drachmenanforderung der Wehrmacht machte im Mai 63 Prozent und im August 1944 über 90 Prozent des gesamten Banknotenumlaufs aus. Häufig wurde die Obergrenze des Wehrmachtsbedarfs nur noch von der Kapazität der Notenpresse bestimmt.

In welchem Ausmaß andere Ressourcen den Griechen entzogen wurden, zeigt die Beanspruchung der griechischen Eisenbahn. Anfang 1944 erbrachte die Bahn 97 Prozent ihrer Fahrleistungen ausschließlich für die Wehrmacht.

Bei Betrachtung der „normalen“, meist über die Drachme vollzogenen Ausbeutung ist zu beachten, dass Griechenland nicht nur in der ersten, der zu Recht so bezeichneten Raubphase gewaltsam riesige, kaum exakt zu bestimmende Werte entzogen worden sind. Während der gesamten Besatzungszeit gab es den unbezahlten, gewaltsamen Raub der deutschen Militärbehörden. So enthielt fast jeder Befehl für „Säuberungsunternehmen“ einen Passus der bestimmte, dass vor der Ermordung der Einwohner und der Niederbrennung der Orte, Barmittel, Wertgegenstände, Vorräte und das Vieh von deutschen Beauftragten zu „sichern“ seien. Außerdem war eine häufig gegen „partisanenverdächtige Orte“ verhängte „Strafe“ die Auferlegung von „Kontributionen“, die durch Geld oder in Form von Sachwerten, meist Olivenöl, bezahlt werden mußten.

Durch die Wirtschaftspolitik der Besatzer wurden Griechenland in großem Umfang Werte entzogen und dem Volk gewaltige Lasten aufgebürdet, die bis heute von Deutschland auch nicht ansatzweise reguliert wurden.

Hintergrund Deutsche Besatzung

Datum

Titel

Zeitung/ Quelle

24.02.2007

Kriegsverbrechen bleibt offenbar ohne Folgen

Süddeutsche Zeitung

10.02.2007

Gegen Nazis und Briten

Junge Welt

27.09.2006

Einheitsfront der Tat

Junge Welt

23.09.2006

Deutscher Vernichtungskrieg gegen die EAM

Junge Welt

17.01.2006

Ausbeutung, die in die Katastrophe mündete

Junge Welt

ELAS – Partisanen

wikipedia.org

05.06.2005

Ungesühnte Verbrechen – entrechtete Opfer

Martin Seckendorf

20.5.2003

Gebirgsjäger der Wehrmacht in Griechenland 1941-1944

Vortrag in Jena

11.09.2000

Ausgebeutet und vergast

Junge Welt

01.09.2000

Deutschland klagt gegen Kriegsopfer

Junge Welt

15.07.2000

Die Massaker der Wehrmacht in Griechenland 1942 bis 1945

Junge Welt

13.07.2000

Die Massaker der Wehrmacht in Griechenland 1942 bis 1945

Junge Welt

04.07.2000

Die Massaker der Wehrmacht in Griechenland 1941 bis 1944

Junge Welt

04.2000

Widerstand und Revolution in Griechenland

agmarxismus.net

1939-45: Partisanenkrieg in Griechenland

lemo-archiv